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RWE setzt neues Sparziel: Eine Milliarde Euro bis 2012: Konzern überprüft 10.000 Stellen auf Doppel-Arbeit

    Köln (ots) - 13. Juni 2008 - Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE hat sich ein neues mittelfristiges Sparziel gesetzt. Die Kosten sollen bis 2012 um eine Milliarde Euro gesenkt werden, wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 10/2008, EVT 19. Juni) aus Kreisen des Essener Unternehmens erfuhr. Das will der neue Konzernchef Jürgen Großmann im August offiziell bekannt geben. Bisher lautete das Ziel, die Kosten bis 2010 um lediglich 600 Millionen Euro zu verringern. Großmann hatte bei der Bilanzpressekonferenz Anfang dieses Jahres verkündet, diese Vorgabe erheblich übertreffen zu wollen.

    Damit einhergehend treibt der Vorstandsvorsitzende die Verschlankung des Stromriesen stärker voran als bislang bekannt. Statt wie angekündigt 8.000 Stellen hat er nach Informationen von 'Capital' in den vergangenen Wochen rund 10.000 der insgesamt 38.000 inländischen Arbeitsplätze in Querschnittsfunktionen auf Doppel-Arbeit untersuchen lassen. Insider erwarten, dass etwa 1.000 Jobs wegfallen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind jedoch bis Ende 2012 ausgeschlossen. Hauptsächlich dürfte die Zwischenholding RWE Energy betroffen sein, die Dachgesellschaft für Vertrieb und Netze.

    Großmann will den Börsenwert von RWE innerhalb seiner Amtszeit auf rund 100 Milliarden Euro bringen und damit mehr als verdoppeln. So will der Dax-Konzern zur Spitzengruppe der europäischen Energie-Anbieter aufschließen. Konkurrent E.ON etwa ist an der Börse derzeit mit etwa 86 Milliarden Euro gut zwei Mal so viel wert wie RWE, die auf 42 Milliarden kommt. Sein Ziel kann das Unternehmen jedoch nicht allein aus eigener Kraft erreichen, sondern nur mit Hilfe von Übernahmen, wie Großmann einräumt. Experten sehen dafür in einigen Jahren vor allem in Osteuropa durchaus Chancen.

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Stefan Paul Mechnig, Redaktion 'Capital', Tel. 0221/4908-427, E-Mail:
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