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SPD will Witwenrenten erheblich kürzen
Monatliche Renten-Einbußen von mehreren hundert Mark zu befürchten

Köln (ots) - Bundesarbeitsminister Walter Riester plant nach Informationen des Wirtschaftsmagazins 'Capital', die Witwenrenten erheblich zu kürzen. Die Kürzungen der Rentenzahlungen werden nach Berechnungen der CDU-Sozialpolitikerin Maria Böhmer je nach der persönlichen Vermögenssituation mindestens einige hundert Mark pro Monat und in der Spitze sogar über 1.000 Mark monatlich ausmachen. Das von Riester geplante "Unterhaltsersatzmodell", wie die erste von zwei Wahlvarianten heißt, verschärft die Anrechnungsregeln für sonstige Einkommen wie Miet- und Zinseinkünfte. Modelrechnungen von Böhmer ergeben, dass Hinterbliebene mit drei Kindern unter bestimmten Voraussetzungen Einbußen von bis zu 725 Mark monatlich hinzunehmen hätten. Hierdurch erhofft sich Riester Einsparungen von insgesamt 2,5 Milliarden Mark jährlich. Mit dem so eingesparten Geld möchte Riester die Rentenansprüche von Teilzeit beschäftigten Müttern auf das volle Niveau von Durchschnittsverdienern aufstocken, bis das erste Kind zehn Jahre alt ist. Zu diesem Vorschlag äußerte sich die Vorsitzende des Arbeitskreises Hinterbliebenenversorgung der Unions-Fraktion Maria Böhmer gegenüber 'Capital': "Statt unter Frauen umzuverteilen, sollte die Erziehungsleistung der Mütter endlich stärker berücksichtigt werden." Bei der zweiten Wahlvariante, dem "Partnerschaftsmodell", sollen die Renten beider Partner zusammengerechnet werden, von denen der Hinterbliebene dann 75 Prozent als Altersruhegeld bekommen soll. Einnahmen wie Mieten oder Zinsen würden bei diesem Modell nicht angerechnet. Einbußen sind aber auch bei diesem Modell die Regel. Besonders für Männer, denn sie bekommen, wenn die Frau stirbt, nur noch 75 Prozent ihrer eigenen Rentenansprüche und nicht mehr 100 Prozent wie nach geltendem Recht. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Max A. Höfer, Redaktion 'Capital' Berlin, Tel. 030/20 22 4-291, Fax 030/20 22 4-292 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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