Verband der Diagnostica-Industrie e.V.

Diagnostica-Verband: Bundesrat soll DRG-Einführung nicht verzögern

Berlin/Bremen (ots) - Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) hat heute (25.) an den Bundesrat appelliert, die Einführung des neuen DRG-Abrechnungssystems für Krankenhäuser nicht zu verzögern. Unmittelbar vor einem erneuten Treffen der DRG-Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Bundestag sagte VDGH-Geschäftsführer Dierk Meyer-Lüerßen, eine Verzögerung habe nicht nur erhebliche finanzielle Nachteile für die Kliniken, die sich bereits überwiegend organisatorisch auf die Einführung dieser Fallpauschalen eingestellt hätten. Auch für die Diagnostica-Industrie würde eine Verzögerung oder gar der Verzicht auf die DRGs einen wirtschaftlichen Rückschlag bedeuten. Die Hersteller seien auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Davon könne angesichts der jetzigen Entwicklung keine Rede sein. Die Unternehmen, die Reagenzien und Diagnosesysteme für die ärztliche Labore herstellen, hatten sich nach Jahren rückläufiger Laborgeschäfte nun auf eine verbesserte Entwicklung eingestellt, betonte Meyer-Lüerßen. Denn durch das neue DRG-Abrechnungssystem werde die Position der Labordiagnostik als ein wichtiges Instrument für die umfassende Erkennung und Dokumentation korrekter Haupt- und Nebendiagnosen und damit auch für eine leistungsgerechte Finanzierung der Krankenhäuser gestärkt Erst am Wochenende hatte der VDGH in Bremen auf der Tagung "Zukunftsorientierte Gestaltung des Unternehmens Krankenhaus", die er gemeinsam mit dem Verband der Krankenhausdirektoren Deutschland (VKD) veranstaltete, darauf hingewiesen, dass die Labordiagnostik durch die DRGs auch zu einem wichtigen betriebswirtschaftlichen Instrument werde. Mehrausgaben für diagnostische Leistungen zahlten sich durch höhere Einnahmen aus. Die Höhe der Klinikentgelte hänge entscheidend davon ab, ob neben der jeweiligen Haupterkrankung, wegen der der Patient eingeliefert worden ist, auch Begleiterkrankungen vollständig berücksichtigt werden, die Auswirkungen auf Behandlung und Genesung eines Patienten haben. Ein vom VDGH in Auftrag gegebenes Gutachten des DRG-Competence Centers des Krankenhauses München-Schwabing, das in Bremen vorgestellt wurde, untermauert, dass bei bis zu 68 Prozent aller Behandlungsfälle die vollständige und richtige Diagnose der Nebenerkrankungen zu höheren Entgelten führen kann. Ein großer Teil dieser Nebendiagnosen lasse sich dank moderner laborärztlicher Diagnostik dokumentieren. Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von über 80 Unternehmen. Sie stellen zur Diagnose menschlicher Krankheiten entsprechende Untersuchungssysteme und Reagenzien her. Die Unternehmen erwirtschaften in Deutschland einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. ots Originaltext: VDGH Verband der Diagnostica-Industrie e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen an: VDGH Verband der Diagnostica-Industrie e.V. Thomas Postina Telefon: 069/24 27 85 65 Telefax: 069/23 66 50 E-Mail:presse@vdgh.de Die Pressemitteilung ist abrufbar unter: www. vdgh.de Original-Content von: Verband der Diagnostica-Industrie e.V., übermittelt durch news aktuell

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