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COMPUTERWOCHE-Interview mit Apache-Mitbegründer Brian Behlendorf: "Bei Microsoft Office handelt es sich um eine Festung, die nach und nach geschleift wird"

München (ots) - Behlendorf: "Wenn ich meine Gesprächspartner frage, ob sie die Lizenzbedingungen für Windows XP gelesen haben, verzerrt sich ihr Gesicht vor Schmerz" / Open Source profitiert von Microsofts Preisen Brian Behlendorf, Mitbegründer der Apache Software Foundation und Protagonist der Open-Source-Szene, geht davon aus, dass freie Software den nötigen Reifegrad hat, um das Microsoft-Monopol am Desktop aufzubrechen. Im Gespräch mit der IT-Fachzeitung COMPUTERWOCHE vergleicht Behlendorf Microsoft Office mit "einer Festung, die nach und nach geschleift wird". Der Technologievorsprung von zwei Jahren, den der Softwareriese in Spitzenzeiten aufgebaut habe, sei von Linux in Kombination mit den grafischen Benutzeroberflächen "KDE" und "Gnome" weitgehend aufgeholt worden, so Behlendorf weiter. Gespräche mit CIOs und CTOs hätten den Apache-Mitbegründer davon überzeugt, dass Microsofts Dominanz am Desktop nicht aufrecht zu erhalten sei. Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten werde deutlich, dass die Kosten für Windows und Office nicht mehr zu rechtfertigen seien. "Wenn ich IT-Verantwortliche frage, ob sie die Lizenzbedingungen für Windows XP gelesen haben, verzerrt sich ihr Gesicht vor Schmerz." Microsofts Software-Mietmodell koste sehr viel Geld für einen vergleichsweise kurzen Nutzungszeitraum. Zudem sähen viele die Bedrohung, dass sie aufgrund ihrer Abhängigkeit von Microsoft als Unternehmen in eine schwache Position kämen. ots Originaltext: COMPUTERWOCHE Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Heinrich Vaske Stellv. Chefredaktion COMPUTERWOCHE Tel. 089/360 86-275 Fax 089/360 86-109 Original-Content von: IDG Computerwoche, übermittelt durch news aktuell

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