Stromerzeugende Heizung in RheinMain auf dem Vormarsch
Energieversorger unterstützen die Anschaffung (mit Bild)
Frankfurt am Main (ots) - Anfang Oktober 2010 hat sie erneut begonnen, die Heizperiode in Deutschland, die nach offiziellen Angaben jeweils von Oktober bis April andauert. Damit rücken Themen wie Energieverbrauch und Heizungstechnik noch einmal stärker ins Bewusstsein, häufig verbunden mit dem Ärger über hohe Energiekosten oder einen zu hohen Verbrauch aufgrund veralteter Heizungsanlagen. Ein System, dass seit Jahren im Großen funktioniert und beispielsweise von Energieversorgern wie der Entega oder der Mainova betrieben wird, hält aktuell auch Einzug in Ein- und Zweifamilienhäusern: Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die ressourcenschonenden und sehr effizienten Mini-Blockheizkraftwerke erzeugen nicht nur Wärme sondern gleichzeitig auch Strom. Holt man sich ein solches Blockheizkraftwerk ins Haus, hat das den Vorteil, dass die Energie dort entsteht, wo sie benötigt wird. Übertragungsverluste durch den Energietransport über lange Leitungen sind praktisch ausgeschlossen.
Mehrere Mini-Blockheizkraftwerke vom Typ WhisperGen sind inzwischen auch im Rhein-Main-Gebiet im Einsatz. Beim WhisperGen arbeiten ein Erdgas-Brennwertkessel und ein Stirlingmotor in einer kompakten Einheit zusammen, um Wärme und Strom zur Verfügung zu stellen. "Der Stirlingmotor ist eine Wärmekraftmaschine. Das bedeutet, dass die Umwandlung von Wärme in Strom außerhalb des Motors stattfindet", erläutert Gert Studer, Geschäftsführer der Firma sanevo mit Sitz in Offenbach. "Das hat den Vorteil, dass die Wartungskosten und die Geräuschentwicklung genauso gering sind, wie bei einer herkömmlichen Heizungsanlage", so Studer weiter. In einem durchschnittlichen Privathaushalt erzeugt der Stirling-Motor jährlich zwischen 1.500 und 4.000 Kilowatt (kW) Strom. Der produzierte Strom wird vorrangig im Gebäude selbst verbraucht. Über-schüssiger Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist und der Betreiber erhält eine Vergütung, deren Höhe je Kilowattstunde gesetzlich geregelt ist. Angesichts stetig steigender Strompreise eine verlockende Option. Alleine von 2002 bis heute haben sich die Verbraucherpreise für Strom nahezu verdoppelt und Experten gehen davon aus, dass sie auch in Zukunft kräftig ansteigen werden.
Bei steigenden Preisen sind Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen lange nicht so stark betroffen wie Lösungen mit einer konventionellen Heizung, denn die Erlöse steigen im selben Maß, wie die Energiepreise. Folglich wird die Anlage bei steigenden Strompreisen immer wirtschaftlicher. Dabei rechnet sich die stromerzeugende Heizung nicht erst in der Zukunft. Berechnungen verschiedener Anbieter zufolge lassen sich bereits heute aufgrund von Steuervorteilen, staatlicher Förderung und dem Verkauf des erzeugten Stroms bis zu 1.000 Euro Strom- und Heizkosten pro Jahr einsparen. "Eine stromerzeugende Heizung, wie der WhisperGen hat sich innerhalb weniger Jahre amortisiert", betont Studer.
Hinzu kommt, dass mit dem WisperGen der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid erheblich reduziert wird. Die stromerzeugende Heizung ist somit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Aus diesem Grund unterstützen regionale Energieversorger wie die Entega und die Mainova in ihrem Netzgebiet die Anschaffung von Anlagen wie dem WishperGen mit einer Förderung von bis zu 3.000 Euro. "Der reine Heizkessel ist ein Auslaufmodell, dafür bietet die stromerzeugende Heizung einfach zu viele Vorteile", so Studer abschließend.
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