Nachbesserungen im Gesetzespaket zur Energiewende nötig / Ehrgeiziger Plan mit unbestimmten Folgen
Frankfurt (ots) - Die energieintensiven Industrien (EID) sehen im Gesetzespaket zur Energiewende insgesamt ein Signal dafür, dass sie eine Zukunft in Deutschland haben sollen. Die Branchen erwarten im parlamentarischen Prozess aber noch Nachbesserungen. EID-Sprecher und VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann sagte: "Die Bundesregierung hat einen ehrgeizigen Plan entwickelt, der zwar die Industrie berücksichtigt, dessen Folgen aber unbestimmt sind. Denn die Energiewende wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Für uns gilt: Strom muss sicher und bezahlbar bleiben." Die Politik sollte die Fortschritte daher ständig überprüfen und wie von der Ethikkommission vorgeschlagen einen parlamentarischen Beauftragten bestellen, so Tillmann.
Mit Blick auf das Gesetzespaket würdigte Tillmann, dass die wichtige Rolle der Branchen Baustoffe, Chemie, Glas, Nichteisen-Metalle, Papier und Stahl unter anderem mit der geplanten Kompensation für höhere Strompreise aus dem Emissionshandel berücksichtigt werde. Dagegen müsse im EEG bei den Punkten Eigenstromerzeugung und Definition der Härtefälle noch korrigiert werden.
Die Rolle der Industrien als Wegbereiter für die Energiewende betonte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Glasindustrie, Dr. Johann Overath: "Wer Windräder und Energiesparhäuser Made in Germany will, muss auch die Produktion und Erforschung der dazu nötigen Werkstoffe im Land halten. Bei allen Fortschritten im Energiebereich stehen unsere Branchen am Anfang der Wertschöpfungsketten."
Die energieintensiven Branchen wiesen zudem auf einen möglichen eigenen Beitrag zur Netzstabilität hin: Einige Anlagen könnten nämlich mithelfen, die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Die Bundesregierung müsse dazu jedoch den nötigen Rahmen schaffen, ohne dass es zu Zwangsabschaltungen kommt.
Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) beschäftigen rund 875.000 Mitarbeiter - oder 14 Prozent der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes. Jeder Arbeitsplatz in der energieintensiven Grundstoffproduktion sichert etwa zwei Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen und im Dienstleistungssektor.
Die Energieintensiven Industrien in Deutschland: Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. (BBS), Verband Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP), Bundesverband Glasindustrie e.V. (BV Glas), WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM), Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI), Wirtschaftsvereinigung Stahl
Ansprechpartner:
Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. Susann Hoffmann Tel.: +49 30 280 02-225 E-Mail: Hoffmann@BDZement.de www.baustoffindustrie.de Verband Deutscher Papierfabriken e.V. Gregor Andreas Geiger M.A. Leiter Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +49 228 26705-30 Fax: +49 228 26705-62 E-Mail: GA.Geiger@vdp-online.de www.vdp-online.de Bundesverband Glasindustrie e.V. Dorothée Richardt Referentin Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +49 211 4796-331 Fax: +49 211 951 37 51 E-Mail: presse@bvglas.de www.bvglas.de WirtschaftsVereinigung Metalle Dirk Langolf Kommunikation Tel.: +49 30 726207-111 Fax: +49 30 726207-198 E-Mail: langolf@wvmetalle.de www.wvmetalle.de Verband der Chemischen Industrie e.V. Sebastian Kreth Pressesprecher Tel.: +49 69 2556-1496 Fax: +49 69 2556-1613 E-Mail: presse@vci.de www.vci.de Wirtschaftsvereinigung Stahl Beate Brüninghaus Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +49 211 6707-115 (116) Fax: +49 211 6707-676 E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de www.stahl-online.de
