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Arbeit besitzt enorme Integrationskraft - Qualifizierungsmaßnahmen für Straffällige unerlässlich

Stuttgart (ots) - 33 Prozent der Klienten, die in diesem Jahr der Bewährungshilfe Baden-Württembergs unterstellt wurden, beziehen ALG I und ALG II. 35,3 Prozent erhalten andere soziale Transferleistungen und nur 31,7 Prozent arbeiten Teil- oder Vollzeit und verfügen damit über ein festes Einkommen.

Arbeit besitzt enorme Integrationskraft

"Arbeit ist einer der wesentlichen Faktoren, um dem Resozialisierungsprozess unserer Klienten eine solide Basis zu geben, erklärt Christian Ricken, Geschäftsführer für Sozialarbeit. "Unseren Klienten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erschließen, ist ausgesprochen relevant. Da oft erhebliche Vorbehalte bestehen, straffällig gewordenen Menschen eine Anstellung zu geben, gestaltet sich der Einstieg oder die Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt häufig sehr kompliziert. Das ist umso bedauerlicher, als Arbeit eine enorme Integrationskraft besitzt und entscheidend dazu beiträgt, die Lebenssituation unserer Klienten zu festigen und damit Rückfallkriminalität zu verhindern."

Qualifizierungsmaßnahmen für Straffällige unerlässlich

"Von den ALG I- und ALG II-Empfängern unter unseren Klienten besitzen nur circa die Hälfte eine abgeschlossen Berufsausbildung", betont Ricken. "Um Ausbildungsdefizite zu kompensieren, Qualifizierungsmaßnahmen und ggf. Arbeit zu vermitteln, setzen wir auf drei Ebenen an: Zum einen sensibilisieren wir potentielle Arbeitgeber und staatliche Institutionen für die Situation unserer Klienten. Zum anderen analysieren unsere Mitarbeiter in der Beratung die Problemlage jedes Klienten auch im Hinblick auf seine Chancen am Arbeitsmarkt. Schließlich kooperieren wir eng mit staatlichen Institutionen und freien Trägern, die - wie die Agenturen für Arbeit und Jobcenter - über ein großes Spektrum an Möglichkeiten verfügen, unseren Klienten gezielt zu helfen", so Ricken weiter.

"Jeder unserer Klienten, der wirtschaftliche Autonomie gewinnt und seinen Lebensunterhalt selbst finanziert, erfährt dadurch Stabilität, was u. a. auch unsere Sozialsysteme entlastet", betont Volkmar Körner, Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten, die ökonomischen Vorteile einer erfolgreichen Integration von Straffälligen auf dem Arbeitsmarkt.

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