NEUSTART gemeinnützige GmbH

97 Prozent der ehrenamtlichen Bewährungshelfer Baden-Württembergs wünschen Fortsetzung des NEUSTART Konzepts

Stuttgart (ots) - Wie eine repräsentative Umfrage der NEUSTART gemeinnützige GmbH ergab, wünschen 96,8 Prozent der ehrenamtlichen Bewährungshelfer Baden-Württembergs, dass die Landesregierung das NEUSTART Konzept nach 2016 "eins zu eins" adaptiert; 2,3 Prozent sind indifferent und nur 0,9 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Alternativlösung aus: "Das bestehende System scheint mir optimal und jede Änderung wäre eher kontraproduktiv", erklärt einer von 219 Ehrenamtlichen, die an der anonymisierten Umfrage teilnahmen.

Ehrenamtliche favorisieren volle Fallverantwortung und NEUSTART Teamleitermodell

93,2 Prozent der Befragten möchten auch nach 2016 in voller Fallverantwortung und unter Anleitung eines Teamleiters Klienten betreuen; eine reine Helferfunktion für hauptamtliche Bewährungshelfer wahrzunehmen, ziehen nur 22,8 Prozent in Betracht: "Ich werde in der Funktion eines Zuarbeiters nicht zur Verfügung stehen. Das (...) Ehrenamt bei NEUSTART ist deshalb so interessant, weil man unter hoher Qualität der fachlichen Unterstützung durch die Teamleiter selbständig arbeiten kann. Kommt es diesbezüglich zu einem Paradigmenwechsel, so werden (...) 90 Prozent abspringen", prognostiziert einer der 650 Bürgerinnen und Bürger, die sich derzeit landesweit auf ehrenamtlicher Basis in der Resozialisierung Straffälliger engagieren. "Die Anerkennung dieser Arbeit kommt auch nicht unerheblich dadurch zum Ausdruck, dass sie in eigener Verantwortung realisiert werden kann und nicht zu einer 'Hilfstätigkeit' herab degradiert wird", so ein anderer Ehrenamtlicher der NEUSTART gGmbH. "Der gesellschaftliche Mehrwert der ehrenamtlichen Bewährungshilfe - bei voller Fallverantwortung - ist von uns als Ehrenamtsbeirat der Einrichtung Ravensburg gegenüber sämtlichen Landtagsfraktionen (...) verschiedentlich betont worden", erklärt einer der langjährigen NEUSTART Ehrenamtlichen und belässt damit keinen Zweifel darüber, dass die seit 2007 geschaffenen Strukturen auch künftig Bestand haben sollten.

Ehrenamtliche Bewährungshelfer - wesentliche Multiplikatoren des Resozialisierungsgedankens

"Welche Bedeutung der ehrenamtlichen Bewährungshilfe zukommt, dokumentiert u. a. die hohe mediale Präsenz unserer Ehrenamtlichen", so Volkmar Körner, Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten. "Jeder unserer 650 Ehrenamtlichen trägt entscheidend dazu bei, Politik und Öffentlichkeit von dem gesellschaftlichen Nutzen unserer Arbeit zu überzeugen", betont auch sein Geschäftsführungskollege Christian Ricken, der davon überzeugt ist, "dass zeitgemäße Sozialarbeit nicht darauf verzichten darf, Haupt- und Ehrenamt als gleichberechtigte Größen zu begreifen". "Mit (...) NEUSTART ist nach meinem Ermessen die erfolgreiche Öffnung der Bewährungshilfe in eine interessierte Öffentlichkeit gelungen", bestätigt ein Ehrenamtlicher die Einschätzung der NEUSTART Geschäftsführer. "So trägt jeder ehrenamtliche Bewährungshelfer als Multiplikator dazu bei, das Bild von Straftätern im Verwandten- und Bekanntenkreis positiv zu korrigieren", ist der Ehrenamtliche überzeugt.

Offene Entscheidungssituation verunsichert ehrenamtliche Bewährungshelfer

Das von NEUSTART seit 2007 in Baden-Württemberg etablierte Ehrenamt zählt zu den zentralen Errungenschaften der freien Trägerschaft, die ab 2017 einem staatlichen Modell weichen soll. "Auch im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit ist es essentiell, so schnell wie möglich für Sicherheit zu sorgen. Wie sollen die Strukturen ab 2017 aussehen? Was wird sich ändern, was bleibt bestehen? Unsere Hoffnung ist, dass sich die künftige Ausgestaltung im Wesentlichen an fachlichen Notwendigkeiten und an den Wünschen der Menschen orientiert, die seit Jahren wertvolle Arbeit für unsere Klienten leisten", so Ricken. "Die Unklarheit darüber, welche Konzeption dem Ehrenamt nach 2016 zugrunde liegt, irritiert unsere Ehrenamtlichen, erschwert aber auch schon jetzt unsere Akquise geeigneter Kandidaten, die wir kontinuierlich betreiben", ergänzt Körner.

"Warum müssen Dinge, die gut laufen und sich bewährt haben, bei einem Regierungswechsel geändert werden? Das verstehe ich als Wähler nicht", artikuliert einer der Ehrenamtlichen seinen Unmut. "Ein 'in der Luft' hängen, demotiviert die gesamte Arbeit", so einer seiner Kollegen, der von der Landesregierung erwartet, "dass schnell Klarheit entsteht".

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