NEUSTART gemeinnützige GmbH

NEUSTART Erfolgsmodell - politisch nicht gewollt?

NEUSTART Erfolgsmodell - politisch nicht gewollt?
Grafik 1: NEUSTART in Zahlen. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/81280 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/NEUSTART gemeinnützige GmbH"

Stuttgart (ots) - Die Reform der Bewährungs- und Gerichtshilfe in Baden-Württemberg ist geglückt, wie u.a. der umfangreiche Evaluierungsbericht des Justizministeriums belegt: "Die Gesamtleistung, die Bewährungs- und Gerichtshilfe sowie der Täter-Opfer-Ausgleich erbringen, ist seit der Reform deutlich gestiegen" (s. Grafik 1). Ungeachtet aller Erfolge der NEUSTART gGmbH (bundesweit geringste Widerrufsquote von 18,5 Prozent, 650 Ehrenamtliche, erheblicher Ausbau von Täter-Opfer-Ausgleich und Gerichtshilfe) äußern SPD und Bündnis 90/Die Grünen bei der Landtagsdebatte am 04.02.2015 große Skepsis, was die Fortsetzung der freien Trägerschaft betrifft.

Höhere Qualität und geringere Kosten ohne Bedeutung?

20.000 Klienten profitieren aktuell von einer gesteigerten Qualität der Bewährungshilfe, die maßgeblich dazu beiträgt, neue Straftaten und damit neue Opfer von Straftaten zu verhindern: "Unser Erfolg ist fraglos auf die engagierte Arbeit unserer Mitarbeiter zurückzuführen, aber auch auf das professionelle Umfeld, das wir binnen der letzten Jahren für sie geschaffen haben. Verbindliche Betreuungsstandards, Fachaufsicht, Spezialisierung und ehrenamtliche Bewährungshilfe sind primär das Resultat unseres Organisationsmodells", betont Christian Ricken, Geschäftsführer für Sozialarbeit. "Umso mehr enttäuscht uns, dass SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Vorzüge der freien Trägerschaft offenbar nicht erkennen", ergänzt Volkmar Körner, Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten. "Die Überzeugung, unsere Strukturen seien von nachgeordneter Relevanz und ließen sich ggf. leicht übernehmen, ist umso erstaunlicher, als unsere positive Reformbilanz eben in der freien Trägerschaft begründet liegt", so Körner.

NEUSTART Tarifvertrag - fair und konkurrenzfähig

Selbst ver.di betont, dass die bei NEUSTART beschäftigten Sozialarbeiter nicht schlechter bezahlt werden als Sozialarbeiter des Landes (s. Grafik 2). Die geringe Differenz der Jahreseinkommen ist primär dem Umstand geschuldet, dass NEUSTART Mitarbeiter eine Wochenarbeitszeit von 37,5 Std. erbringen müssen und nicht wie Landesangestellte auf 39,5 Std.-Basis tätig sind. "Im Gegensatz zu Landesangestellten ist es unseren Mitarbeitern möglich, durch die Wahrnehmung einer Zusatzfunktion mehr zu verdienen (s. Grafik 2). Mehr als die Hälfte der bei NEUSTART angestellten Sozialarbeiter machen bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch", resümiert Körner die Vorzüge des hauseigenen Tarifvertrags, der auch in der Belegschaft Zustimmung findet: "Mit den Arbeitskonditionen die mir NEUSTART bietet, bin ich in vollem Umfang zufrieden", erklärt Johannes Alber, Mitglied des NEUSTART Betriebsrats und Abteilungsleiter der Einrichtung Reutlingen. "Die in der Regel unbefristeten Arbeitsverträge geben den Mitarbeitern viel Sicherheit und tragen wesentlich zur Zufriedenheit bei", so Alber weiter. "Ich befürworte die freie Trägerschaft unter der NEUSTART gGmbH, zumal die fachlichen Neuerungen, die wir in den letzten Jahren geschaffen und landesweit etabliert haben, unseren Klienten sehr zugute kommen", so Albers Fazit.

Erfolgreiche Kooperation mit der Justiz

Kritische Stimmen, welche behaupten, die Kooperation von NEUSTART mit Justizbehörden sei unzureichend oder gar erfolglos, werden durch die Auswertung einer Umfrage des Justizministeriums vom Mai 2014 konterkariert. So sprechen sich 82 Prozent der befragten Richter und 67 Prozent der Staatsanwälte explizit für die Fortsetzung der freien Trägerschaft aus: "Die Rückmeldungen der Strafrichter des Landgerichts und der Amtsgerichte des Bezirks haben ergeben, dass sie mit der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von NEUSTART ganz überwiegend zufrieden sind und die Zusammenarbeit gut funktioniert", erklärt Cornelia Horz, Präsidentin des Landgerichts Stuttgart.

Kostentransparenz und effiziente Mittelverwendung

Noch nie zuvor konnte ähnlich detailliert dargelegt werden, welche Kosten in Bewährungs-, Gerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich entstehen. Die Behauptung, NEUSTART investiere zu viel in Management und Marketing, ignoriert die effiziente Mittelverwendung der gemeinnützigen NEUSTART GmbH. Weniger als elf Prozent des NEUSTART Gesamtetats entfallen auf Zentrale Services. Nur knapp ein Prozent, circa 260 TEUR, entfällt jährlich auf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, "eine eher geringe Summe, ohne die wir z.B. nicht landesweit Ehrenamtliche akquirieren könnten. Auch die Kosten für Informationsmaterialien für Klienten und andere Drucksorten, aber auch für unsere Website und Aufwendungen, die aus Fachveranstaltungen resultieren, sind darunter subsumiert", erläutert Körner. "Setzen wir unsere Kosten in Relation zu jenen, die andere Non-Profit-Organisationen ähnlicher Größenordnung für Öffentlichkeitsarbeit aufwenden, sind unsere Ausgaben in diesem Bereich eher bescheiden. Wie es uns gelingen sollte, ohne Investitionen in professionelle Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, den Resozialisierungsgedanken gesellschaftlich populär zu machen, woran allen Parteien gelegen ist, bleibt unbeantwortet", so Körner weiter.

Pressekontakt:

Dr. Michael Haas
Pressesprecher
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