NEUSTART gemeinnützige GmbH

Richter-Umfrage: Ehrenamtliche Bewährungshelfer kompetent und hilfsbereit (mit Bild)

Anzahl der NEUSTART Ehrenamtlichen, differenziert nach Regionen per 31.08.2010 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/NEUSTART gemeinnützige GmbH"

Stuttgart (ots) - Eine repräsentative Umfrage der NEUSTART gGmbH zu den Leistungen der Bewährungshilfe in Baden-Württemberg ermittelte u.a., dass unter jenen Richtern des Landes, welche bereits mit ehrenamtlichen Bewahrungshelfern/innen Kontakt hatten, eine Großzahl die Arbeit der NEUSTART Ehrenamtlichen als konstruktiv bewerten: Zwei Drittel der 102 Richter, die bereits über Erfahrungen im Kontext der ehrenamtlichen Bewährungshilfe verfügen, erleben ehrenamtliche Bewährungshelfer/innen als überwiegend kompetent und hilfsbereit: "Bislang hatte ich keine Veranlassung, die Arbeit ehrenamtlicher Bewährungshelferinnen und -helfer in Frage zu stellen. Soweit mir bekannt ist, wahren sie professionelle Distanz zu ihren Klienten und legen Wert auf eine konstruktive Arbeitsbeziehung; auch ihre Berichte gehen mir zügig zu und werden den erforderlichen Kriterien gerecht", sagt Reinhard Hummel, Strafrichter am Amtsgericht Wangen.

Ehrenamtliche Bewährungshilfe - zentraler Bestandteil Erfolg versprechender Resozialisierungskonzepte für Straffällige

Ehrenamtliche Bewährungshilfe ist ein wichtiges Element bürgerlichen Engagements in unserer Gesellschaft und von großer Bedeutung für die Entwicklung Erfolg versprechender Resozialisierungskonzepte straffälliger Menschen. "Indem ehrenamtliche Bewährungshelferinnen und -helfer ihre persönlichen Fähigkeiten und Qualifikationen auf die Betreuung weniger Klienten (max. fünf) verwenden, die in erster Linie Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Problemstellungen benötigen, tragen sie maßgeblich dazu bei, Rückfallkriminalität zu senken und ihre hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen zu entlasten", so Georg Zwinger, Geschäftsführer für Sozialarbeit der NEUSTART gGmbH. "Die damit frei werdenden Personal- und Zeitressourcen kommen dann jenen Klienten zugute, die eine Betreuung durch ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter benötigen. Überdies sensibilisieren sie ihren Bekannten- und Freundeskreis für die Bedeutung der Bewährungshilfe in unserer Zivilgesellschaft. Um erfolgreich zu sein, muss Kriminalitätsprävention dort ansetzen, wo Straftaten stattfinden: innerhalb unserer Gesellschaft und sozialen Lebensräume", ergänzt Volkmar Körner, Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten des gemeinnützigen Unternehmens.

400 ehrenamtliche Bewährungshelfer betreuen bereits 700 Klienten

Bereits heute betreuen 400 NEUSTART Ehrenamtliche ca. 700 Klienten, d.h. 3,3 % der Bewährungshilfeklientel in Baden-Württemberg, - Tendenz steigend. Bis Ende dieses Jahres kommen sukzessive noch ca. 90 weitere Bürgerinnen und Bürger hinzu, die sich ehrenamtlich in der Bewährungshilfe engagieren werden. "Ich gehe davon aus, dass spätestens Mitte 2011 die Anzahl unserer Ehrenamtlichen über 500 liegen wird, und jene, die schon länger dieses Mandat wahrnehmen, nicht wie heute im Durchschnitt zwei, sondern drei Klienten betreuen", gibt sich Volkmar Körner optimistisch.

Anzahl der ehrenamtlichen Bewährungshelfer in Baden-Württemberg differiert von Region zu Region

Einige Regionen Baden-Württembergs dokumentieren bereits, welche Möglichkeiten der ehrenamtlichen Bewährungshilfe innewohnen: So verfügen die Region Ravensburg (79 Bewährungshelfer/innen) und Region Reutlingen (57 Bewährungshelfer/innen), ungeachtet ihrer vergleichsweise geringen Einwohnerzahl, über zahlreiche Bewährungshelfer/innen, derweil, parallel hierzu, beispielsweise die Stuttgarter Region (53 Bewährungshelfer/innen) und Freiburger Region (31 Bewährungshelfer/innen) zwar ähnliches Entwicklungspotential erkennen lassen, doch bei weitem noch nicht ihre Grenzen erreicht haben. "Wir reagieren auf die Differenz des regionalen Entwicklungsstandes der ehrenamtlichen Bewährungshilfe indem wir jetzt primär dort gezielt um geeignete Kandidaten werben, wo die Resonanz auf unsere bisherigen Akquisemaßnahmen eher verhalten ausfiel, und das mit immer größerem Erfolg", zieht Georg Zwinger eine positive Bilanz. "Schön wäre es, wenn wir auch mehr Menschen mittleren Alters dazu bewegen könnten, sich für die ehrenamtliche Bewährungshilfe zu begeistern. Insbesondere 30- bis 50-jährige verfügen über berufsbezogene Kenntnisse, die unseren Klienten vielfach von großem Nutzen sind bei ihrem Weg zurück in die Gesellschaft. Momentan sind die Hälfte unserer Ehrenamtlichen zwischen 50 und 70 Jahren; ich würde mir wünschen, dass wir auch bei den jüngeren Jahrgängen mehr Zuspruch erhielten", betont Volkmar Körner.

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