Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH

"Deutsch und Erstorientierung": bfz unterstützt Asylbewerber bei der Eingliederung in den bayerischen Arbeitsmarkt

München (ots) - Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) unterstützen mit zahlreichen Angeboten erfolgreich Asylbewerber bei Spracherwerb und Erstorientierung sowie Flüchtlinge bei der Integration in Bayern. Neben Deutschunterricht in Kindergärten werden insbesondere auch Asylbewerber in Berufsschulen oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterstützt.

"Das Thema der Sprachförderung für Asylbewerber sowie die Integration von Flüchtlingen ist uns sehr wichtig, sowohl aus humanitären Gründen, aber auch, weil wir deutlich die Chance zur Gewinnung von Fachkräften in Deutschland sehen. Das Fördern von Potenzialen ist nicht nur im Sinne der Bildungsgerechtigkeit wichtig, sondern auch als Fachkräftesicherung für unsere Ökonomie", beschreibt Anna Engel-Köhler, Geschäftsführerin der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz). "Wir sehen unsere Rolle in diesem Prozess darin, die hinzugekommenen Mitbürger mit unseren speziellen, stets individuell zugeschnittenen Qualifizierungsangeboten zur Entfaltung ihrer Potenziale zu unterstützen. Der erste Schritt dazu ist immer das frühzeitige Vermitteln von Deutschkenntnissen."

"So führen wir zum Beispiel Kurse des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration zum Thema 'Deutsch und Erstorientierung' durch. Diese Orientierungskurse, die das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration bereits 2013 als Modellprogramm aufgelegt hat, werden auch 2015 in Bayern erfolgreich umgesetzt. Dabei handelt es sich um Kurse, die sich an Asylbewerber wenden, die erst kurz in Deutschland sind und keinen Zugang zu anderen Sprachkursen haben. Bayern ist das einzige Bundesland, das mit Landesmitteln ein Angebot für diese Zielgruppe finanziert. Wir haben hier schon weit über 100 Kurse erfolgreich umgesetzt", erläutert Annette Nowak, stellvertretende Leiterin des Produktmanagements ESF/Förderprogramme/Migration beim bfz.

Ziel der Kurse sei es, die Teilnehmer bei der Orientierung in ihrem neuen Lebensumfeld zu unterstützen. In den Lehrgängen steht daher neben dem Erwerb einfacher Deutschkenntnisse die Vermittlung von landeskundlichem Wissen im Vordergrund.

"Die Unterrichtsplanung ist relativ flexibel, damit die Teilnehmer aus aller Welt ausreichend Zeit haben, sich um ihren Asylantrag zu kümmern und mit der neuen Situation in der Fremde zurecht zu kommen", so Nowak. Am häufigsten würden die Module "Gesundheit" und "Einkaufen" gewählt. Im Unterricht würden möglichst viele authentische Materialien verwendet, wie Fahr- und Stadtpläne, Angebotsprospekte, Flyer etc. Auch Exkursionen seien ein wichtiger Bestandteil der Orientierungskurse.

"Wie gut diese Kurse ankommen, sieht man allein daran, dass wir in Bayern 2015 bereits 62 Kurse umgesetzt haben. In der zweiten Jahreshälfte werden es nochmal 56 sein. Es ist schön zu sehen, welch deutliche Fortschritte die Teilnehmer in relativ kurzer Zeit machen konnten", zeigt sich bfz-Geschäftsführerin Engel-Köhler erfreut.

Die Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH ist einer der führenden Anbieter für Bildung, Beratung und Integration in Bayern. Ausgeprägte Praxisnähe und konsequente Orientierung am Bedarf der Wirtschaft zeichnen das bfz und seine rund 2.000 Mitarbeiter aus. Als innovativer Dienstleister entwickelt das bfz Konzepte für passgenaue Qualifizierungen, die auch soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit berücksichtigen. Hinzu kommt eine Vielzahl an begleitenden, unterstützenden und vermittelnden Leistungen. Das bfz ist an 24 Standorten in Bayern mit rund 150 Außenstellen präsent. Das bfz und seine Tochtergesellschaften sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Das bfz ist eine Tochtergesellschaft des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw), einer international tätigen Dienstleistungsgruppe für Bildungs-, Integrations- und Beratungsleistungen mit bundesweit 8.500 Mitarbeitern an 300 Standorten.

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