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Krankenhausreform zwingt zu qualitätsorientiertem Einkauf
Neue Gesetze fokussieren auf Qualität und Patientensicherheit
Experten sagen weitreichende Konsequenzen für den Einkauf voraus

Krankenhausreform zwingt zu qualitätsorientiertem Einkauf / Neue Gesetze fokussieren auf Qualität und Patientensicherheit / Experten sagen weitreichende Konsequenzen für den Einkauf voraus
Neue Gesetze fokussieren auf Qualität und Patientensicherheit / Experten sagen weitreichende Konsequenzen für den Einkauf voraus / Pioneer Medical Devices AG. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/80842 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

Berlin (ots) - Das neue Krankenhausstrukturgesetz wird weitreichende Änderungen für Krankenhäuser und Patienten, aber auch für die Wirtschaft mit sich bringen. Diese Einschätzung teilten Experten auf dem 7. Beschaffungskongress am 2. und 3. Dezember in Berlin. Der Grund: Das Gesetz legt einen klaren Fokus auf die Qualität der Versorgung und Patientensicherheit. Kliniken müssen also noch stärker die Optimierung ihrer Ressourcen im Auge behalten. "Eine gute Beschaffung ist entscheidend für eine gute Patientenversorgung", erklärte die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesgesundheitsministeriums Annette Widmann-Mauz, als sie die neue Krankenhausreform vor rund 300 Kongressteilenehmern vorstellte. Es sei eine große Herausforderung, immer mehr Patienten in kürzerer Zeit zu versorgen, sowohl für das Klinikpersonal als auch für die Akteure in der Beschaffung. "Wir haben Qualität in den Mittelpunkt des Gesetzes gestellt, damit uns trotz dieser Herausforderung eine leistungsfähige Krankenhauslandschaft erhalten bleibt", betonte sie.

Hygiene wird zum Qualitätsmaßstab

Wichtige Eckpfeiler des im Januar in Kraft tretenden Gesetzes sind Pflegezuschlag, Tarifausgleichsrate, Pflegestellenförderprogramm und Verlängerung des Programms für mehr Hygienepersonal. Darüber hinaus sind erstmals finanzielle Zu- und Abschläge für gute bzw. schlechte Qualität vorgesehen. Diese Maßnahme stößt in der Branche allerdings auf ein unterschiedliches Echo. Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Bonn Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve begrüßte zwar alles, was Qualität und Patientensicherheit verbessert, meinte aber, man werde sehr genau prüfen müssen, wie die qualitätsorientierte Vergütung umgesetzt werden soll. "Ich appelliere an die Verantwortlichen, die Fachgesellschaften in diesen Prozess mit einzubeziehen", sagte Holzgreve mit Blick auf das Qualitätsinstitut ITQIG, das im Auftrag des gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) entsprechende Qualitätsindikatoren entwickeln soll.

Der Vorsitzende der Pioneer Medical Devices AG Robert Schrödel bewertete das Vorhaben dagegen durchweg positiv, zumindest in puncto Hygiene. "Ich denke, Hygiene sollte auch bei den Zu- und Abschlägen berücksichtigt werden", sagte der Unternehmer, "denn hier haben wir nicht nur messbare Parameter, sondern eine der größten Baustellen im Gesundheitssystem." Die Baustelle - das sind 600.000 nosokomiale Infektionen einschließlich der damit verbundenen 15.000 Todesfälle und Folgekosten von rund 3,1 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei könnte rund ein Drittel der Krankenhausinfektionen durch eine bessere Händehygiene vermieden werden. "Daten zeigen, dass die Compliance bei der Händedesinfektion gerade mal 40 Prozent beträgt. Darum sollte alles genutzt werden, was die Compliance verbessern kann", erklärte Schrödel. Die Industrie habe bereits Lösungen in der Tasche, die zu nachweisbaren Verbesserungen bei der Händehygiene führten.

Vergaberechtsreform verfolgt ebenfalls Qualitätsziele Unumstritten werden Krankenhäuser durch die neuen Qualitätsvorgaben auch über neue Produktlösungen nachdenken müssen. Und zwar insbesondere über solche, die zunächst Mehrausgaben verursachen, sich aber langfristig rechnen. Dazu zwingt sie nicht nur das Krankenhausstrukturgesetz, sondern auch das neue Vergaberecht der EU, wie der Düsseldorfer Rechtsanwalt Andreas Haak deutlich machte. "Früher galt nur die Sparsamkeit, künftig werden Qualität und die strategische Ausrichtung der Beschaffung eine viel größere Rolle spielen", erläuterte Haak die Vergaberechtsreform, die ab Frühjahr europaweit verbindlich wird. Konkret heißt das: Einkäufer werden in Zukunft auch qualitative Aspekte wie Patientensicherheit und die Lebenszykluskosten eines Produktes berücksichtigen müssen. Prof. Wilfried von Eiff vom Centrum für Krankenhaus-Management an der Universität Münster unterstrich jedoch, dass ein qualitätsorientierter Einkauf nicht zwangsläufig zu Mehrkosten führt.

"Wirtschaftlich ist meist nicht das billigste Produkt, sondern das mit der längsten Lebensdauer", sagte er. Ebenso seien Investitionen in mehr Patientensicherheit gut angelegtes Geld, sei es durch den Einkauf risikoärmerer Produkte oder durch Verbesserungen bei der Hygiene. "Langfristig machen sich solche Investition bezahlt", so der Gesundheitsökonom. Man müsse schließlich auch an die Folgekosten denken.

Für Klinikleiter wie Wolfgang Holzgreve dürfte das ein positives Signal sein. Ihnen ist nämlich klar, dass die neuen Gesetze Auswirkungen auf die Finanzierung haben. "Wir werden in Patientensicherheit investieren müssen", betonte Holzgreve. "Deshalb werden wir jetzt sehr genau analysieren, wie wir uns darauf vorbereiten können."

Die Pioneer Medical Devices AG versorgt seit vielen Jahren Krankenhäuser, Medizinische Versorgungszentren und Spezialpraxen mit innovativen Medizinproduktelösungen, die vom Produkt-Tracking, über die Spezialaufbereitung und Just-in-time-Belieferung bis hin zur Finanzierung reichen. Das Unternehmen versteht sich als der führende Highend-Spezialist für Kosteneinsparungen bei medizinischen Leistungserbringern, die gleichzeitig ihre Leistung und Qualität steigern möchten.

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