Verlagsgruppe Handelsblatt

Verlagsgruppe Handelsblatt fokussiert sich auf Kerngeschäft - Anpassung der Kostenstrukturen

    Düsseldorf (ots) - Aufgrund der anhaltend schwachen Konjunkturlage
und der mittelfristig nur verhaltenen Wachstumsperspektiven im
Anzeigenmarkt nimmt die Verlagsgruppe Handelsblatt umfangreiche
strukturelle und personelle Anpassungen vor. Michael Grabner,
stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe
Holtzbrinck, sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der
Verlagsgruppe Handelsblatt:  "Die Brutto-Werbeeinnahmen der
wichtigsten Mediengattungen sind bis Mai 2002 um sieben Prozent
gegenüber der Vorjahresperiode zurückgegangen. Innerhalb der
Mediensegmente verzeichneten auch die Wirtschaftsmedien einen starken
Anzeigenrückgang und einen zurückhaltenden Vertriebsmarkt."
    
    Zwar habe die Verlagsgruppe Handelsblatt im vergangenen Jahr ein
umfangreiches Programm zur Kostenreduktion aufgelegt, das bereits zu
einem erheblich reduzierten Kostenniveau geführt habe, so Grabner.
"Das ist ein ausserordentlicher Erfolg, der aber angesichts der sich
ständig verschärfenden Situation nicht mehr ausreicht. Die bestehende
Marktschwäche ist struktureller Natur, sie wird sich auch in den
kommenden Jahren nur langsam und in kleinen Schritten auflösen. Wir
rechnen erstmals 2003 mit einer Trendwende im Werbemarkt."
    
    Die Verlagsgruppe Handelsblatt passt daher die Kostenstrukturen
der aktuellen Marktsituation an. Sie stärkt weiter ihr unverändert
profitables Kerngeschäft. Ziel ist es, nachhaltig die Profitabilität
des Medienhauses wieder herzustellen und seine führende Marktposition
zu sichern. Folgende Maßnahmen werden deshalb eingeleitet:
    
    WirtschaftsWoche wird nachhaltig gestärkt
    
    Die WirtschaftsWoche wird in ihrer Spitzenposition als das große,
aktuelle  Wirtschaftsmagazin des Landes nachhaltig gestärkt. Sie
erweitert ihren Unternehmens- und ihren Finanzteil vom 4. Juli an um
je acht redaktionelle Seiten: Im Geldteil übernimmt sie das Beste aus
dem Anlegermagazin DIE TELEBÖRSE, das mit der am Donnerstag
erscheinenden Ausgabe 27/02 eingestellt wird. Dazu zählen die
exklusive Kooperation mit dem führenden US-Geldanlegerblatt
"Barron's", der Wallstreet-Kommentar des bekannten Börsenbeobachters
Markus Koch und die umfassende Berichterstattung über Investmentfonds
zusätzlich zu der schon bestehenden intensiven Beobachtung der
Aktienmärkte. Die bestehenden Synergien mit der Sendung "Telebörse"
auf n-tv werden weiter gepflegt. Ihren Unternehmensteil baut die
WirtschaftsWoche  vor allem  in Richtung Luxusgüterindustrie und
mittelständische Unternehmen aus.
    
    Harald Müsse, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung
der Verlagsgruppe Handelsblatt: "Die WirtschaftsWoche wird damit noch
nutzwertiger. Wir erwarten uns von dieser Maßnahme eine deutliche
Steigerung der Produktattraktivität in einem insgesamt stagnierenden
Marktumfeld." Stefan Baron, Chefredakteur der Wirtschaftswoche: "Wir
machen die beste WirtschaftsWoche, die es je gab".
    
    DMEuro wird ausgebaut und verlegt Redaktionssitz nach Frankfurt
    
    DMEuro, das auflagenstärkste monatliche Wirtschaftsmagazin, wird
seine Unternehmensberichterstattung erweitern und damit die in den
vergangenen Jahren vorgenommene Positionierung als Wirtschaftsmagazin
konsequent vorantreiben. DMEuro verlegt dazu seinen Redaktionssitz
von Düsseldorf nach Frankfurt, dem Herzzentrum des Wirtschafts- und
Finanzgeschehens. Es bezieht dort diesen Herbst das neue Haus der
Verlagsgruppe Handelsblatt in der Eschersheimer Landstrasse. DMEuro
wird dann mit neu strukturierter Redaktion und modernster
Produktionstechnik in Frankfurt erstellt. Die Chefredaktion übernimmt
Roland Tichy, bisher Chefredakteur DIE TELEBÖRSE. Hermann Kutzer,
bisher Chefredakteur von DMEuro, wird als Kapitalmarkt-Kommentator
und -Moderator für n-tv tätig. Er bleibt weiter im Range eines
Chefredakteurs für die Verlagsgruppe Handelsblatt aktiv.
    
    Harald Müsse: "Der neue Standort von DMEuro erlaubt künftig mehr
Marktnähe. Hermann Kutzer ist es gelungen, die Entwicklung von DMEuro
zu einem modernen Wirtschaftsmagazin erfolgreich zu vollziehen.
Roland Tichy wird jetzt DMEuro in dieser Kontinuität weiter
entwickeln."
    
    ECONOMY.ONE AG wird neu ausgerichtet
    
    Die ECONOMY.ONE AG, die Online-Tochter der Verlagsgruppe
Handelsblatt, wird neu ausgerichtet. Sie konzentriert sich künftig
ausschließlich auf Technik, Vermarktung und Contentaggregation. Die
inhaltliche Markenverlängerung ins Netz wird künftig von den
Print-Redaktionen mit Unterstützung von Online-Fachleuten erbracht.
Die Mitarbeiterzahl der ECONOMY.ONE AG verringert sich von 74 auf 31
Personen. Für die betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird
im Einvernehmen mit dem Betriebsrat ein fairer Sozialplan erarbeitet.
    
    Philipp J. Fleischmann, bisher Vorsitzender des Vorstandes der
ECONOMY.ONE AG, tritt auch zum 30. Juni als Mitglied der
Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH zurück. Er
bleibt Geschäftsführer der TV Media GmbH, und übernimmt neu die
Geschäftsführung der Handelsblatt Wirtschafts TV GmbH.
    
    Handelsblatt-Redaktion: Abläufe werden gestrafft - Beilagen werden
überprüft
    
    Handelsblatt, die führende börsentägliche Zeitung für Wirtschafts-
und Finanzinformationen, optimiert weiter seine Redaktionsabläufe und
die wöchentliche Beilagen-Struktur. Die Beilage Netzwert wird in das
Handelsblatt-Buch "Unternehmen und Märkte", die Beilage Investor in
die Anlegerzeitung integriert. In der Handelsblatt-Redaktion werden
vorwiegend im technischen Bereich Personalanpassungen vorgenommen.
    
    Die einzelnen Maßnahmen führen zu Kapazitäts-Einsparungen bei den
Querschnittsfunktionen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Auf
Verlagsseite werden daher noch einmal zusätzlich 50 Stellen abgebaut.
Insgesamt kommt es zu einem betriebsbedingten Abbau von 175
Mitarbeitern. Die Verlagsgruppe Handelsblatt beschäftigt im Inland
zukünftig 1250 Mitarbeiter.
    
    Michael Grabner: "Die eingeleiteten Maßnahmen sind uns wirklich
nicht leichtgefallen. Sie sind sicherlich einschneidend und für die
betroffenen Mitarbeiter sehr schmerzlich. Wir werden für alle
betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in enger Abstimmung mit
dem Betriebsrat, einen fairen und verträglichen Sozialplan
entwickeln. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für
ihren Einsatz. Leider ließ uns die wirtschaftliche Situation keine
andere Wahl. Wir sind sicher, dass wir durch die eingeleiteten
Maßnahmen, die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen
kurzfristig bewältigen werden. Die Verlagsgruppe Handelsblatt wird
dadurch die Wettbewerbskraft ihrer Hauptmarken nachhaltig stärken und
ihre Rolle als führendes Medienhaus für Wirtschafts- und
Finanzinformationen in Deutschland sichern."
      
    
    
ots Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
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Telefax: 0211-887-1107
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