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Studie von Handelsblatt Netzwert und Accenture
ecLab zeigt: Elende Arbeitszeiten, miese Bezahlung und wenig Urlaub - trotzdem sind Deutschlands E-Arbeiter zufrieden
Glücklich im Stress

    Düsseldorf (ots) - Kein geregelter Feierabend und weniger Geld in
der Tasche als Angestellte in der "Old Economy" - so sieht von
Ausnahmen abgesehen die Realität vieler Mitarbeiter in der New
Economy aus. Dennoch sind Deutschlands E-Arbeiter im Großen und
Ganzen mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden. Das ergab eine
exklusive Studie der Unternehmensberatung Accenture und des EC-Lab
der Universität Witten Herdecke in Zusammenarbeit mit Handelsblatt
Netzwert, die am Montag, 26. März im Handelsblatt vorgestellt wird.
    
    Über 700 E-Business-Arbeiter aus Start-ups und
E-Business-Abteilungen großer Unternehmen beteiligten sich im Vorfeld
der CeBIT an der Online-Umfrage unter Leitung von Professor Bernd W.
Wirtz. Sie bildet damit eine der größten Stichproben im Rahmen einer
Internet-Studie in Deutschland.
    
    Die Studie zeigt, dass der Börsen-Sturz von Unternehmen der
digitalen Wirtschaft und die Einsparungen in E-Business-Abteilungen
schon jetzt voll auf das Salär der Mitarbeiter durchschlägt. Deren
Jahresgehälter liegen tendenziell unter Vergleichswerten aus der Old
Economy. Dementsprechend unzufrieden zeigten sich die Befragten mit
ihrer Entlohnung:  Nur 31% sind zufrieden oder sehr zufrieden, 29%
dagegen unzufrieden oder sehr unzufrieden.
    
    Ein anderer "wunder Punkt", die nicht selten extrem langen
Arbeitszeiten, scheint die E-Arbeiter dagegen weitaus weniger zu
stören. 37% der Antwortgeber sind mit ihren Arbeitszeiten zufrieden
oder sehr zufrieden, nur 23 Prozent gaben an, unzufrieden oder sehr
unzufrieden zu sein. Immerhin arbeiten 33 Prozent der Antwortgeber
nach eigenen Angaben, 50-60 Stunden pro Woche, 39 Prozent bringen es
immerhin noch auf 40 bis 50 Stunden.
    
    Viele der Probleme in der New Economy liegen nach Einschätzung von
Professor Bernd W. Wirtz in der Entstehungsgeschichte der Firmen:
"Wirkliche Führungspersonen gibt es selten, es kann sie in jungen
Unternehmern auch nicht geben, denn oft sind die Chefs
Garagen-Entrepreneure der ersten Stunde."
    
    Die Ergebnisse der Studie "Arbeitszufriedenheit im E- Business -
Analyse der Arbeitsbedingungen und der Arbeitszufriedenheit in
deutschen E- Business Unternehmen" können am Montag, 26. März, in
Handelsblatt Netzwert sowie unter www.handelsblatt.com/netzwert
nachgelesen werden.
    
    
ots Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
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