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Handelsblatt Business-Monitor
Ressort EXPO 2000: Topmanager: Expo wird sich für Unternehmen nicht auszahlen - Wirtschaftlicher Misserfolg der Weltausstellung erwartet

    Düsseldorf (ots) - Die führenden deutschen Manager erwarten mehrheitlich keine positiven Auswirkungen der Weltausstellung Expo 2000 für Unternehmen in Deutschland. Nur drei von zehn Top-Managern (30 %) gehen davon aus, dass sich die deutschen Investitionen in die Expo auszahlen werden. Dies ergab der Handelsblatt Business-Monitor (Freitagausgabe), eine repräsentative Umfrage unter Führungskräften der deutschen Wirtschaft. Etwa doppelt so viele (57 %) hingegen rechnen  damit, dass sich die Expo-Investitionen für die deutschen Firmen nicht auszahlen werden.

    Besonders vertreten wird die Skepsis in mittleren und Großunternehmen (62 %), im Baugewerbe (62 %) und von jüngeren Führungskräften (62 %). Die Hoffnung, die deutschen Investitionen werden sich am Ende für die heimische Wirtschaft auszahlen, ist am ehesten in der Dienstleistungsbranche (40 %) verbreitet. Unter den Managern der Unternehmen im Osten der Bundesrepublik hält man sich noch überdurchschnittlich stark mit einer Bewertung in dieser Frage zurück - jeder Fünfte (20 %) mag sich offenbar nicht festlegen bzw. wartet noch die weitere Entwicklung ab.

    Ungünstig fällt auch die Prognose des Top-Managements zum Ergebnis der Expo in (betriebs-)wirtschaftlicher Hinsicht aus. Nur gut jeder zehnte Manager (11 %) erwartet einen wirtschaftlichen Erfolg der Expo,  85 % der Spitzenkräfte rechnen mit  einem Misserfolg.

    Nur knapp die Hälfte der Führungskräfte (44 %) geht gegenwärtig davon aus, dass die Expo 2000 das Ansehen Deutschlands im Ausland verbessern wird. Mit 50 % ist genau die Hälfte in der Beurteilung der Resonanz der Expo eher zurückhaltend - sie erwarten keine Auswirkungen auf das Image Deutschlands in der Welt. Diese Einschätzung vertritt man vor allem bei Großunternehmen (61 %), am wenigsten im Bereich Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung (33 %).

    Der Handelsblatt Business-Monitor.

    Im Auftrag des Handelsblatts führt das Psephos-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft Befragungen eines repräsentativen Panels von Führungskräften der Wirtschaft in Deutschland durch. Diese werden - mit Ausnahme der Sommerpause - monatlich durchgeführt. Im Rahmen des Business-Monitors im Juni wurden vom Psephos-Telefonstudio, Hamburg, 802 Führungskräfte in der Zeit vom 5. bis 19. Juni 2000 mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Auf Grund der Stichprobenanlage ist die Befragung repräsentativ

ots Originaltext: Handelsblatt
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