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SECURVITA BKK beendet Fusionsgespräche mit der BKK Stadt Hamburg - "Kassenverbände blockieren die Sanierung!"

Hamburg (ots) - Die SECURVITA BKK hat heute die Gespräche über eine mögliche Fusion mit der finanziell angeschlagenen BKK Stadt Hamburg abgebrochen und für gescheitert erklärt. "Wir haben als erfolgreiche, solide Krankenkasse der hoch verschuldeten BKK Stadt Hamburg unsere Unterstützung angeboten, um das Solidarprinzip im Gesundheitswesen zu stärken", erklärte Birgit Radow, Vorstandssprecherin der SECURVITA BKK. "Dazu stehen wir nach wie vor, weil wir der BKK Stadt Hamburg und ihren Versicherten helfen wollen. Aber die Verbände der Betriebskrankenkassen auf Bundes- und Landesebene bremsen und blockieren. Sie wollen offenbar gar keine Sanierung, sondern die Schließung der BKK Stadt Hamburg." Der BKK-Landesverband und der BKK-Bundesverband haben Vorgaben gemacht, die die im Sozialgesetzbuch festgelegten Rechte und Pflichten des Verwaltungsrates aushöhlen würden. Das sei nicht akzeptabel, betonte die SECURVITA BKK, die als bundesweite gesetzliche Kasse mit einem Beitragssatz von 12,1 Prozent und ihrem besonderen Engagement für Naturheilverfahren zu den erfolgreichen und schnell wachsenden Krankenkassen gehört. "Wir haben die absurde Situation, dass zwischen den beiden direkt beteiligten Kassen intensive Gespräche stattgefunden haben und auch der Hamburger Senat eine Fusion unterstützt hätte - aber die BKK-Verbände haben offensichtlich gar nicht den festen Willen zu einer Sanierung und baldigen Fusion. Die Verbände vermitteln den Eindruck, als arbeiteten sie aktiv auf eine Schliessung hin", sagte Radow am Montag in Hamburg im Anschluss an die Verwaltungsratssitzung des BKK-Landesverbandes Nord. "Das ist keine Basis für den schwierigen Weg zu einer Fusion der beiden Kassen. Im Interesse unserer Versicherten, denen wir in erster Linie verantwortlich sind, brechen wir diese Gespräche deshalb ab." Die Blockadehaltung der BKK-Verbände sei um so bedauerlicher, als sie damit das Prinzip der Solidarversicherung schwächen und hohe finanzielle Belastungen für die Betriebskrankenkassen in Kauf nehmen, weil sie die zusätzlich entstehenden Schulden für die Schließung der BKK Stadt Hamburg übernehmen müssen, die zum schon vorhandenen Defizit von etwa 100 Millionen Mark hinzukommen. Der BKK-Bundesverband und BKK-Landesverband hatten als Bedingung für die Zustimmung zu einer Entschuldung und Fusion die Einrichtung eines Sanierungsbeirats gestellt, der die gesetzlich vorgesehenen Aufgaben des Verwaltungsrates zum Teil übernehmen soll. Dies sollte durch einen speziellen Vertrag ermöglicht werden, mit dem der Verwaltungsrat der Krankenkasse auf einen Teil seiner Rechte und Pflichten verzichtet hätte. Zudem wird für die BKK Stadt Hamburg auf Druck des BKK-Bundesverbandes ein Sanierungsvorstand eingesetzt, der am 1.10.2000 seine Arbeit aufnimmt und dessen Vertrag eine Garantielaufzeit von zwei Jahren hat. "Aber niemand konnte bisher die Frage beantworten, was denn genau das Ziel einer Sanierung sein soll", sagte Radow. "Und was geschieht mit diesem Vorstand, wenn - wie ursprünglich geplant - die Fusion in einigen Monaten vollzogen würde?" Die BKK Stadt Hamburg hat etwa 77.000 Mitglieder, 100 Millionen Mark Schulden und einen Beitragssatz von 15,3 Prozent. Die SECURVITA BKK hat rund 40.000 Mitglieder und einen Beitragssatz von 12,1 Prozent. Sie hat sich zu den Fusionsgesprächen bereit erklärt, um für die Versicherten der BKK Stadt Hamburg angesichts der drohenden Schliessung eine Lösung zu finden. Ihr geht es darum, das Solidarprinzip zu stärken und einen Beitrag dazu zu leisten, dass Alte und Junge gemeinsam in einer Krankenkasse versichert sind. ots Originaltext: SECURVITA BKK Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: SECURVITA-Pressestelle (Norbert Schnorbach), Tel. 040-3860 8024, Fax 040-3860 8056, E-Mail norbert.schnorbach@securvita.de Original-Content von: SECURVITA Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

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