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Daten der zulassungsrelevanten globalen Phase-III-Studie für die Zulassungserweiterung von Fycompa® (Perampanel) zur Behandlung von primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen jetzt in Neurology veröffentlicht

Hatfield, England (ots/PRNewswire) - PRESSEINFORMATION NUR FÜR EU-MEDIEN: NICHT FÜR JOURNALISTEN AUS ÖSTERREICH/DER SCHWEIZ/DEN USA  

Neue Daten zur Bewertung der Sicherheit und der Wirksamkeit von Perampanel als

Zusatztherapie bei Idiopathischer Generalisierter Epilepsie  

Die Ergebnisse der relevanten globalen Phase-III-Studie für die Zulassungserweiterung von Fycompa(R) (Perampanel) zur Behandlung von primär generalisierten tonisch-klonischen (PGTC) Anfällen wurden erstmalig in Neurology veröffentlicht.[1] Studie 332 untersuchte die Sicherheit und die Wirksamkeit von Perampanel im Vergleich zu Placebo bei PGTC-Anfällen bei Idiopathischer Generalisierter Epilepsie (IGE). Perampanel, das am 24. Juni 2015 von der Europäischen Kommission die Marktzulassung erhalten hat, ist das erste neue Medikament für PGTC-Anfälle bei IGE seit fünf Jahren.[2] Es senkt die Anfallshäufigkeit, bietet Anfallsfreiheit und wird von therapierefraktären Patienten mit IGE gut vertragen.

In der Perampanelgruppe konnte eine statistisch signifikante Senkung der Anfallshäufigkeit um 50 % bei einem Drittel mehr Patienten als in der Placebogruppe beobachtet werden (50 %-Responderrate 64,2 % vs. 39,5 %; p=0,0019). Weiterhin führte die Behandlung mit Perampanel im Vergleich zu Placebo zu einer Reduktion der Häufigkeit von PGTC-Anfällen pro 28 Tage (76,5 % bzw. 38,4 %; p<0,0001).[1] Darüber hinaus blieben während der 13-wöchigen Erhaltungsphase 31 % der mit Perampanel in Zusatztherapie behandelten Patienten anfallsfrei, bei den Patienten in der Placebogruppe blieben 12 % anfallsfrei.[1] Das Profil unerwünschter Ereignisse war ähnlich dem in anderen Perampanel-Studien. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerz, Somnolenz und Reizbarkeit.[1]

""Dies ist die einzige Studie, in der das Vorliegen einer Idiopathischen Generalisierten Epilepsie mit primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen durch ein unabhängiges Experten-Gremium bestätigt wurde. In der Studie wird nachgewiesen, dass Perampanel gut verträglich ist und die Kontrolle von primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen bei Patienten verbessert, bei denen trotz ihrer derzeitigen Therapie weiter Anfälle auftreten. Die Ergebnisse zeigen, dass Perampanel als Breitspektrum-Antiepileptikum angesehen werden kann, wirksam sowohl bei Anfällen fokalen Ursprungs als auch bei von Beginn an generalisierten Anfällen." so Christian Brandt, Leiter der Abteilung für Allgemeine Epileptologie, Epilepsie-Zentrum Bethel.

In Studie 332 wurden 164 Patienten ab 12 Jahren mit PGTC-Anfällen untersucht, die ein bis maximal drei Antiepileptika erhielten. Sie wurde in Studienzentren in Europa, den USA, Japan und Asien durchgeführt.[1]

Generalisierte tonisch-klonische Anfälle zählen zu den gefährlichsten Anfallsformen[4] und können zu einem erhöhten Risiko von Verletzungen wie z. B. Knochenfrakturen, Schulterluxationen und Verbrennungen führen.[5] PGTC-Anfälle erhöhen auch das Risiko eines plötzlichen unerwarteten Todes bei Epilepsie (sudden unexpected death in epilepsy, SUDEP). Es ist auch bekannt, dass sie zu Absence-Staten führen können, d.h.. zu Anfällen, die längere Zeit andauern. Die Anfälle beginnen mit einem Bewusstseinsverlust und einer plötzlichen Kontraktur der Muskulatur, die zum Sturz des Patienten führen kann (tonische Phase). Darauf folgen heftige Zuckungen (klonische Phase), bis sich die Muskeln schliesslich wieder entspannen. Auch wenn der Anfall selbst in der Regel nur wenige Minuten andauert, fühlt sich der Patient häufig einige Minuten bis einige Tage lang verwirrt oder schläfrig, bevor wieder der Normalzustand eintritt.[4],[6] Trotz Behandlung bleibt die Idiopathische Generalisierte Epilepsie bei etwa 20 % der Patienten unkontrolliert.[7]

Perampanel ist das einzige zugelassene Antiepileptikum, das selektiv über die Inhibition von AMPA-Rezeptoren wirkt - AMPA bezeichnet ein im Gehirn vorkommendes Protein, das bei der Anfallsausbreitung eine wichtige Rolle spielt.[8] Ausser zur Behandlung von PGTC-Anfällen bei IGE ist Perampanel als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren indiziert.[9]

Die kontinuierliche Entwicklung von Perampanel unterstreicht Eisais Unternehmensphilosophie human health care, die zum Ziel hat, innovative Lösungen zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und zum Schutz der Gesundheit von Menschen auf der ganzen Welt bereitzustellen. Eisai engagiert sich im Therapiegebiet der Epilepsie und arbeitet daran, den ungedeckten medizinischen Bedarf von Epilepsiepatienten und deren Angehörigen zu erfüllen. Eisai ist stolz darauf, derzeit in der Region EMEA mehr Antiepileptika zu vermarkten als jedes andere Unternehmen.

Hinweise für die Redaktion  

Über Fycompa(R) (Perampanel)  

Perampanel ist ein hochselektiver, nicht-kompetitiver Antagonist des Glutamat-Rezeptors vom Typ AMPA (alpha-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure). AMPA-Rezeptoren, die weithin in fast allen exzitatorischen Neuronen vorhanden sind, übertragen Signale, die vom Neurotransmitter Glutamat im Gehirn angeregt werden. Es wird davon ausgegangen, dass sie bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems eine Rolle spielen, die sich durch übermässige exzitatorische Signalbildung auszeichnen, u. a. Epilepsie.

Seit seiner Markteinführung wurde Perampanel zur Behandlung von etwa 33.000 Epilepsiepatienten in ganz Europa eingesetzt.[9]

Zur Studie 332[1]

Diese multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Perampanel als Zusatztherapie vs. Placebo bei 164 Patienten ab 12 Jahren mit PGTC-Anfällen, die ein bis maximal drei Antiepileptika erhielten. Die Studie wurde in Studienzentren in den USA, Europa, Japan und Asien durchgeführt.

Perampanel wurde einmal täglich oral in Tablettenform mit einer Dosierung von bis zu 8 mg/Tag verabreicht (Titrationsphase) und anschliessend in der höchsten vertragenen Dosis weiter angewendet (Erhaltungsphase). Die Studie umfasste eine Prä-Randomisierungsphase (Screening- und Baselinephase) mit einer Dauer von bis zu 12 Wochen, eine randomisierte Behandlungsphase mit einer Dauer von 17 Wochen (Titrationsphase 4 Wochen; Erhaltungsphase 13 Wochen) und eine Verlängerungsphase.

Die Ergebnisse belegen, dass Perampanel im Vergleich zu Placebo die Anzahl primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle (primärer Endpunkt der Studie) signifikant verringert (Reduktion der Anfallshäufigkeit pro 28 Tage in der Erhaltungsphase von grösser als oder gleich 50 % gegenüber dem Ausgangswert). Perampanel wurde im Allgemeinen gut vertragen. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (10 % der Patienten im Perampanel-Arm und häufiger als unter Placebo) waren Schwindel, Erschöpfung, Kopfschmerz, Reizbarkeit und Somnolenz. Das in dieser Studie beobachtete Profil unerwünschter Ereignisse war mit dem anderer Perampanel-Studien vergleichbar.

Info zu Epilepsie  

Epilepsie ist eine der weltweit häufigsten neurologischen Erkrankungen und betrifft ca. 6 Millionen Menschen in Europa; weltweit wird die Zahl der Betroffenen auf rund 50 Millionen Menschen geschätzt.[10] Epilepsie umfasst eine Vielzahl von Syndromen mit vielen möglichen Ursachen, wobei die genaue Ursache jedoch häufig ungeklärt ist. Epilepsie ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, von der Menschen aller Altersgruppen betroffen sind. Epilepsie ist durch abnorme neuronale Entladungen im Gehirn gekennzeichnet, die krampfartige Anfälle auslösen. Anfälle können in der Stärke von kurzen Aussetzern der Aufmerksamkeit oder Muskelzucken bis hin zu lang anhaltenden, schweren Konvulsionen variieren. Je nach Anfallsform können diese auf bestimmte Teile des Körpers beschränkt sein oder als generalisierte Anfälle den ganzen Körper betreffen. Auch die Häufigkeit der Anfälle variiert von weniger als einmal pro Jahr bis hin zu mehrmals täglich.

Bei den meisten Patienten mit Idiopathischer Generalisierter Epilepsie beginnt ein primär generalisierter tonisch-klonischer Anfall mit oder ohne Aura, gefolgt von einer Muskelversteifung. Anschliessend kommt es zu heftigen Muskelkontraktionen (klonische Phase) und dem Verlust des Bewusstseins. Dieses schwerwiegende Ereignis wird im Alltag als eine enorme Behinderung empfunden. Auch wenn der Anfall selbst in der Regel nur wenige Minuten andauert, fühlt sich der Patient häufig noch für einige Zeit verwirrt oder schläfrig, bevor wieder der Normalzustand eintritt.[4],[6] PGTC-Anfälle erhöhen auch das Risiko eines plötzlichen unerwarteten Todes bei Epilepsie (SUDEP).[11]

Info zu Eisai EMEA und Epilepsie  

Eisai engagiert sich für die Entwicklung und Bereitstellung von hochwirksamen neuen Behandlungsoptionen, die das Leben von Epilepsiepatienten verbessern. Die Entwicklung von Antiepileptika ist ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld von Eisai in Europa, Nahost, Afrika, Russland und Ozeanien (EMEA).

Eisai vermarktet im EMEA-Raum zurzeit die folgenden vier Medikamente gegen Epilepsie:

- Fycompa(R) (Perampanel) ist angezeigt als einmal täglich angewendete
  Zusatztherapie sowohl bei primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen als auch
  bei fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten
  ab12 Jahren.
- Inovelon(R) (Rufinamid) als Zusatztherapie von Anfällen bei Lennox-Gastaut-Syndrom
  (LGS) bei Epilepsiepatienten ab 4 Jahren (Rufinamid wurde ursprünglich von Novartis
  entwickelt).
- Zonegran(R) (Zonisamid) als Monotherapie bei fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre
  Generalisierung bei erwachsenen Patienten mit neu diagnostizierter Epilepsie sowie als
  Zusatztherapie bei fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei
  Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren (Zonegran(R) ist unter Lizenz von
  Dainippon Sumitomo Pharma).
- Zebinix(R) (Eslicarbazepinacetat) als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit
  fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung (Zebinix(R) ist unter Lizenz
  von BIAL). Eisai hat die Alleinlizenz für die Vermarktung, die Werbung und den
  Vertrieb von Zebinix(R) in den folgenden europäischen Ländern: Belgien, Belarus,
  Bosnien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
  Grossbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen,
  Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland,
  Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien (in gemeinsamem Vertrieb mit
  BIAL seit Einführung), Tschechische Republik, Türkei, Ukraine und Ungarn.
 

Info zu Eisai Co., Ltd.  

Eisai ist ein führendes weltweit operierendes, forschungs- und entwicklungsorientiertes (F&E) Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Japan. Eisai hat sein Unternehmensleitbild wie folgt definiert: Im Mittelpunkt stehen die Patienten und ihre Angehörigen sowie die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge - wir nennen dies die human health care (hhc)-Philosophie. Mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem weltweiten Netzwerk von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen arbeiten wir an der Verwirklichung unserer hhc-Philosophie, indem wir innovative Produkte in verschiedenen therapeutischen Bereichen anbieten, in denen ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht, wie etwa der Onkologie und der Neurologie.

Als global operierendes pharmazeutisches Unternehmen engagieren wir uns gemäss unseres Unternehmensleitbilds für Patienten überall auf der Welt - durch Investitionen und Beteiligungen an partnerschaftlichen Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Weitere Informationen zu Eisai Co., Ltd. finden Sie unter http://www.eisai.com.

Literaturhinweise  

1) French JA et al. Perampanel for tonic-clonic seizures in idiopathic generalized
  epilepsy: A randomized trial. Neurology 2015. Available at:
  http://m.neurology.org/content/early/2015/08/21/WNL.0000000000001930.abstract?sid=a7fb2575-996d-4854-8c6c-ac5c791191d2
  . Last Accessed August 2015 
2) Eisai. Data on file. 2015
3) French J et al. Adjunctive Perampanel RCT for PGTC seizures. Association of British
  Neurologists annual meeting 2015; Abstract #53141
4) Epilepsy Foundation. Types of seizures. Available at:
  http://www.epilepsy.com/learn/types-seizures . Last Accessed May 2015
5) Asadi-Pooya AA et al. Physical injuries in patients with epilepsy and their associated
  risk factors. Seizure 2012 Apr;21(3):165-8
6) Epilepsy Foundation. IGE Summary. Available at:
  http://www.epilepsy.com/information/professionals/about-epilepsy-seizures/idiopathic-generalized-epilepsies
   . Last Accessed July 2015 
7) Faught E. Treatment of refractory primary generalized epilepsy. Rev Neurol Dis
  2004;1:S34-S43
8) Rogawski MA. Revisiting AMPA receptors as an antiepileptic drug target. Epilepsy
  Currents 2011;11:56-63.9.
9) Eisai Data on File, 2015
  10) Pugliatti M et al. Estimating the cost of epilepsy in Europe: A review with economic
  modeling. Epilepsia 2007: 48(12) 2224 - 2233
  11) Smithson WH et al, Curr Neurol Neurosci Rep 2014 Dec; 14(12):502
 
 
Erstelldatum: Juli 2015 
Job-Code: Fycompa-UK0203 
 

 

Pressekontakt:

Pressekontakt: Eisai, Cressida Robson/Ben Speller, +44(0)7908 314
155/ +44(0)7908 409 416, Cressida_Robson@eisai.net,
Ben_Speller@eisai.net ;
Tonic Life Communications: Elisabeth Neal/Deepa Patel, +44(0)7896 954
865
/+44(0)7725 440 867, Elisabeth.Neal@toniclc.com,
Deepa.Patel@toniclc.com

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