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Das First-in-Class-Medikament Fycompa® (Perampanel) verbessert die Anfallskontrolle bei Idiopatischer Generalisierter Epilepsie, wie zwei neue, auf dem ersten Kongress der European Academy of Neurology (EAN) vorgestellte Analysen zulassungsrelevanter Dat

Hatfield, England (ots/PRNewswire) - PRESSEINFORMATION NUR FÜR EU-MEDIEN: NICHT FÜR JOURNALISTEN AUS ÖSTERREICH/DER SCHWEIZ/DEN USA

Heute wurden auf dem ersten Kongress der European Academy of Neurology (EAN) in Berlin wichtige neue Daten für das einmal täglich einzunehmende Medikament Fycompa(R) (Perampanel)[1],[2] präsentiert. In einer Subgruppenanalyse wurden die Wirkungen einer Zusatztherapie mit Perampanel auf Absencen und myoklonische Anfälle bei Idiopathischer Generalisierter Epilepsie beurteilt.[2] Eine zweite Analyse ergab, dass die Reduktion von primär generalisierten tonisch-klonischen (PGTC)-Anfällen, die in der Phase-III-Studie beobachtet wurde, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Rasse war.[1]

Perampanel, ein oral einzunehmendes Medikament mit einfacher Aufdosierung, ist zur Zeit zugelassen als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren.[3] Perampanel erhielt am 27.Mai 2015 vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) eine positive Bewertung für die Indikation PGTC und ist das einzige zugelassene Antiepileptikum, das selektiv an AMPA-Rezeptoren angreift. AMPA (alpha -Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure) bezeichnet ein Protein im Gehirn, das eine entscheidende Rolle für die Ausbreitung von Anfällen spielt.[4] Der Wirkmechanismus unterscheidet sich von dem anderer derzeit erhältlicher Antiepileptika.

"Für Patienten mit unkontrollierten primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Perampanel ist das erste Medikament einer neuen Wirkstoffklasse, es besitzt einen einzigartigen Wirkmechanismus und eine gute Verträglichkeit", kommentiert Bernhard Steinhoff, ?'rztlicher Direktor und Chefarzt am Epilepsiezentrum Kork.

Primär generalisierte tonisch-klonische Anfälle können eine gefährliche Form der Epilepsie darstellen.[5] Die Anfälle beginnen mit einem Verlust des Bewusstseins und einer plötzlichen Versteifung der Muskulatur wobei die betroffene Person stürzen kann (tonische Phase). Darauf folgen heftigste Muskelzuckungen (klonische Phase), bis die Muskeln sich schliesslich entspannen.[6] Zwischen 20 % und 40 % der Menschen mit neu diagnostizierter Epilepsie sind oder werden therapierefraktär,[7] mit negativen Konsequenzen für die Lebensqualität.[8]

Die vorgestellten Analysen sind Teil der ersten randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie der Phase III zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Perampanel als Zusatztherapie von PGTC-Anfällen bei Patienten im Alter von greater than or equal to 12 Jahren mit Idiopathischer Generalisierter Epilepsie. 164 Patienten wurden randomisiert, darunter 81 Patienten, die Perampanel, und 81 Patienten, die Placebo erhielten.[9] Die Ergebnisse der Studie 332 zeigen, dass bei Patienten, die Perampanel erhielten, die Häufigkeit von PGTC-Anfällen stärker verringert werden konnte als bei Placebo-Patienten (76,5 % vs. 38,4 %; p < 0,0001).[9] Auch die 50%-Responderrate war bei Patienten mit PGTC-Anfällen unter Perampanel höher als unter Placebo (64,2 % vs. 39,5 %; p=0,0019).[9] Beide Parameter sind primäre Endpunkte. Darüber hinaus blieben 31 % der mit Perampanel als Zusatztherapie behandelten Patienten während der 13-wöchigen Erhaltungsphase anfallsfrei, gegenüber 12 % der Patienten in der Placebogruppe.[9] Mit Perampanel behandelte Patienten schnitten ausserdem in allen betrachteten Domänen der Lebensqualität besser ab, darunter Alltagsaktivitäten, Kognition und Belastung.[9] Das Profil unerwünschter Ereignisse in dieser Studie war ähnlich dem anderer Perampanel-Studien. Die Mehrheit der unerwünschte Ereignisse in beiden Behandlungsgruppen wurden als leicht bis moderat beurteilt - dabei traten Schwindel, Erschöpfung, Kopfschmerz, Somnolenz und Reizbarkeit am häufigsten auf.[9]

Die Entwicklung von Perampanel beweist das Engagement von Eisai im Therapiefeld Epilepsie und stellt ein weiteres Beispiel dafür dar, wie das Unternehmen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Patienten eingeht und versucht, Patienten und ihren Familien im Rahmen seiner human health care-(hhc)-Mission besser zu helfen.

Hinweise für die Redaktion

Über Fycompa(R) (Perampanel)

Fycompa ist zugelassen als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren.

Perampanel ist ein hochselektiver, nichtkompetitiver Glutamat-Rezeptor-Antagonist des Typs AMPA (alpha -Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure), der seine Wirksamkeit bei der Anfallsreduktion in Studien der Phasen II und III unter Beweis gestellt hat. AMPA-Rezeptoren vermitteln über den Neurotransmitter Glutamat exzitatorische Signale. Es wird davon ausgegangen, dass sie eine Rolle bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems spielen, die sich durch übermässige exzitatorische Signalübertragung auszeichnen, darunter Epilepsie.[8]

Weitere Informationen für medizinische Fachkreise finden Sie unter http://www.fycompa.eu

Info zur Phase-III-Studie mit Perampanel als Zusatztherapie bei Idiopathischer Generalisierter Epilepsie bei Patienten mit pharmakoresistenten PGTC-Anfällen nach Alter, Geschlecht und Rasse[1]

Patienten (greater than or equal to 12 Jahre; IGE von einem externen Epilepsy Study Consortium bestätigt), die an greater than or equal to 30 Tagen vor Studienbeginn 1-3 begleitende Antiepileptika erhielten und in den 8 Wochen vor Randomisierung greater than or equal to 3 PGTC-Anfälle erlitten, wurden aufgenommen. Die Studie umfasste eine Prärandomisierungsphase (4 Wochen Screening, 4-8 Wochen Baseline) und eine Randomisierungsphase (4-wöchige Titration, 13-wöchige Erhaltungphase, 4-wöchige Nachbeobachtung). Perampanel wurde wöchentlich um 2 mg bis auf 8 mg/Tag oder eine individuell optimale Dosis aufdosiert. Untersucht wurde die mediane prozentuale Änderung gegenüber Baseline und die 50%-Responderrate nach Alter, Geschlecht und Rasse.

162 Patienten wurden in die Analyse aufgenommen (81 Placebo; 81 Perampanel). Die Mehrheit der greater than or equal to 18 Jahre alten Patienten (n=139) waren weiss (n=87) oder kamen aus dem asiatischen/pazifischen Raum (n= 68). Der Anteil von Männern und Frauen war ausgeglichen. Die mediane prozentuale Änderung der Häufigkeit primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle gegenüber Baseline war unter Perampanel grösser als unter Placebo (-76,5 % vs. -38,4%, p < 0,0001). Im Vergleich zu Placebo gab es über alle Gruppen von mit Perampanel behandelten Patienten Verbesserungen hinsichtlich der medianen prozentualen Änderung der Anfallsfrequenz und der Responderrate, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Rasse. Die 50%-Responderrate lag für Placebo bei 39,5 % und für Perampanel bei 64,2 % (P=0.0019).

Info zur Phase-III-Studie mit Perampanel als Zusatztherapie bei Idiopathischer Generalisierter Epilepsie -Subgruppenanalyse Absencen und myoklonische Anfälle[2]

Patienten greater than or equal to 12 Jahre, die in den 8 Wochen vor der Randomisierung greater than or equal to 3 PGTC-Anfälle hatten und vor Studienbeginn greater than or equal to 30 Tage lang 1-3 begleitende Antiepileptika erhielten, konnten aufgenommen werden. Die Studie umfasste eine Prärandomisierungsphase (4 Wochen Screening, 4-8 Wochen Baseline) und eine Randomisierungsphase (4-wöchige Titration, 13-wöchige Erhaltungsphase, 4-wöchige Nachbeobachtung). Perampanel wurde wöchentlich um 2 mg bis auf 8 mg oder eine individuell optimale Dosis erhöht. Zu den sekundären Endpunkten zählten die mediane prozentuale Änderung gegenüber Baseline und die 50%-Responderrate für Absencen und myoklonische Anfälle.

Über Studie 332[9]

In dieser multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Parallelgruppenstudie der Phase III wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Perampanel vs. Placebo als Zusatztherapie bei refraktären tonisch-klonischen Anfällen bei 164 Patienten ab 12 Jahre mit primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen untersucht, die ein bis maximal drei Antiepileptika erhielten. Die Studie wurde in Studienzentren in den USA, Europa, Japan und Asien durchgeführt.

Perampanel wurde während der Titrationsphase oral in einer Dosierung von bis zu 8 mg/Tag und während der Erhaltungsphase in der maximal verträglichen Dosis verabreicht. Die Studie teilte sich auf in eine Phase vor Randomisierung (Screening und Baseline, bis zu 12 Wochen), eine randomisierte Phase [Behandlung, 17 Wochen: (Titration: 4 Wochen; Erhaltungsphase: 13 Wochen)] sowie eine Verlängerungsphase.

Die Ergebnisse belegen, dass Perampanel im Vergleich zu Placebo die Anzahl primär generalisierter tonisch-klonischer Anfälle (primärer Endpunkt der Studie) signifikant verringert (Reduktion der Anfallshäufigkeit pro 28 Tage in der Erhaltungsphase von greater than or equal to 50 % gegenüber dem Ausgangswert). Perampanel wurde im Allgemeinen gut vertragen. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (bei 10 % der Patienten im Perampanel-Arm und häufiger unter Placebo) waren Schwindel, Erschöpfung und Kopfschmerz, Reizbarkeit und Somnolenz. Das in dieser Studie beobachtete Profil unerwünschter Ereignisse war mit dem anderer Perampanel-Studien vergleichbar.

Über Epilepsie

Epilepsie ist eine der weltweit häufigsten neurologischen Erkrankungen und betrifft ca. 6 Millionen Menschen in Europa; weltweit wird die Zahl auf rund 50 Millionen Menschen geschätzt.[10],[11] Epilepsie ist eine chronische Erkrankung, von der Menschen aller Altersgruppen betroffen sind. Sie ist durch abnorme neuronale Entladungen im Gehirn gekennzeichnet, die krampfartige Anfälle auslösen. Anfälle können in der Stärke (von kurzen Aussetzern der Aufmerksamkeit oder Muskelzucken bis hin zu langanhaltenden schweren Konvulsionen) variieren. Je nach Anfallsform können diese auf bestimmte Teile des Gehirns beschränkt sein oder als generalisierte Anfälle den ganzen Körper betreffen. Die Häufigkeit der Anfälle variiert ebenso von weniger als einmal pro Jahr bis hin zu mehrmals pro Tag. Epilepsie kann viele mögliche Ursachen haben; jedoch ist die Ursache häufig unbekannt.

Über Eisai EMEA und Epilepsie

Eisai engagiert sich für die Entwicklung und Verbreitung von hochwirksamen neuen Behandlungsoptionen, die die Lebensqualität von Epilepsie-Patienten verbessern sollen. Die Entwicklung von Antiepileptika ist ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld von Eisai in Europa, Nahost, Afrika, Russland und Ozeanien (EMEA).

Eisai vermarktet im EMEA-Raum zurzeit die folgenden vier Antiepileptika:

- Fycompa(R) (Perampanel) als Zusatzbehandlung bei fokalen Anfällen mit
  oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren.
- Zonegran(R) (Zonisamid) als Monotherapie zur Behandlung von fokalen Anfällen
  mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen Patienten mit neu
  diagnostizierter Epilepsie sowie als Zusatztherapie zur Behandlung von fokalen
  Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen und
  Kindern ab 6 Jahren (Zonegran(R) ist unter Lizenz von Dainippon Sumitomo Pharma).
- Zebinix(R) (Eslicarbazepinacetat) als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten
  mit fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung (Zebinix(R) ist unter
  Lizenz von BIAL).
- Inovelon(R) (Rufinamid) als Zusatztherapie zur Behandlung von Anfällen bei
  Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) ab 4 Jahren (Rufinamid wurde ursprünglich von Novartis
  entwickelt).
 

Über Eisai Co., Ltd.

Eisai ist ein führendes weltweit operierendes, forschungs- und entwicklungsorientiertes (F&E) Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Japan. Eisai hat sein Unternehmensleitbild wie folgt definiert: Im Mittelpunkt stehen die Patienten und ihre Angehörigen sowie die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge - wir nennen dies unsere "human health care (hhc)"-Philosophie. Mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem weltweiten Netzwerk von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen arbeiten wir an der Verwirklichung unserer hhc-Philosophie, indem wir innovative Produkte in verschiedenen therapeutischen Bereichen anbieten, in denen ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht, wie etwa der Onkologie und der Neurologie.

Als global operierendes pharmazeutisches Unternehmen engagieren wir uns gemäss unseres Unternehmensleitbilds für Patienten überall auf der Welt - durch Investitionen und Beteiligungen an partnerschaftlichen Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Arzneimitteln in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Weitere Informationen zu Eisai Co., Ltd. finden Sie unter http://www.eisai.com [http://www.eisai.de].

Literaturhinweise

1. Steinhoff B et al. Efficacy of adjunctive perampanel in idiopathic generalised epilepsy patients with drug-resistant primary tonic-clonic seizures by age, sex, race: double-blind PBO-controlled Phase 3 trial. European Academy of Neurology annual meeting 2015; Abstract # 393

2. O'Brien T et al. Efficacy of adjunctive perampanel in idiopathic generalised epilepsy: Subgroup analysis of patients with absence and myoclonic seizures in a double-blind placebo-controlled Phase 3 trial. European Academy of Neurology annual meeting 2015; Abstract # 1362

3. Fycompa, Summary of Product Characteristics (updated September 2014) http://www.medicines.org.uk/emc/medicine/26951/

4. Rogawski M et al. Revisiting AMPA receptors as an antiepileptic drug target. Epilepsy Currents 2011;11:56-63

5. Web MD. Epilepsy Health Centre. http://www.webmd.com/epilepsy/epilepsy-seizure-what-to-do-in-an-emergency Accessed May 2015

6. Epilepsy Action. Generalised seizures. https://www.epilepsy.org.uk/info/seizures/generalised-seizures. Accessed May 2015

7. Steinhoff B et al. Efficacy and safety of adjunctive perampanel for the treatment of refractory partial seizures: A pooled analysis of three phase III studies. Epilepsia 2013;54:1481-89

8. French J et al. Refractory Epilepsy;Clinical Overview. Epilepsia 2007: 48 (Suppl1) 3-7

9. French J et al. Adjunctive Perampanel RCT for PGTC seizures. Association of British Neurologists annual meeting 2015; Abstract #53141

10. Epilepsy in the WHO European Region: Fostering Epilepsy Care in Europe. http://www.ibe-epilepsy.org/downloads/EURO%20Report%20160510.pdf (accessed June 2014)

11. Pugliatti M et al. Estimating the cost of epilepsy in Europe: A review with economic modeling. Epilepsia 2007:48(12):2224-33.

Erstelldatum: Juni 2015

Job-Code: Perampanel-UK2193b

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Deepa.Patel@toniclc.com

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