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Helfende Berufe genießen das Vertrauen der Deutschen
Ergebnisse des "Trust in Professions Report 2016" des GfK Vereins

Helfende Berufe genießen das Vertrauen der Deutschen / Ergebnisse des "Trust in Professions Report 2016" des GfK Vereins
Infografik Trust in Professions Report. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/80428 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/GfK Verein"

Nürnberg (ots) - Die Deutschen vertrauen Feuerwehrleuten und Sanitätern am meisten, Politikern am wenigsten. Trotz Abgas-Skandal verzeichnen die Ingenieure und Techniker den größten Vertrauenszuwachs. Das zeigt die aktuelle Studie "Trust in Professions" des GfK Vereins, in der die Deutschen zu ihrem Vertrauen in Berufe befragt wurden.

Über alle Berufe hinweg liegt der Vertrauenswert der Deutschen bei 65 Prozent - damit liegen sie beim Ländervergleich im Mittelfeld. Das größte Vertrauen schenken die Deutschen helfenden Berufen: So stehen im Vertrauensranking des GfK Vereins Feuerwehrleute, Sanitäter (jeweils 96 Prozent) und das Krankenpflegepersonal (95 Prozent) auf den vorderen Plätzen, gefolgt von Apotheker (90 Prozent) und Ärzten sowie Lok-, Bus-, U-Bahn und Straßenbahnführern (jeweils 89 Prozent). Das Vertrauen der Deutschen in diese Berufsgruppen ist seit der letzten Studie in 2014 unverändert hoch - auch damals erzielten sie ähnlich hohe Vertrauenswerte.

Etwas an Vertrauen haben die Piloten eingebüßt: Mit 87 Prozent Zuspruch verlieren sie im Vergleich zu 2014 vier Prozentpunkte und rutschen im deutschen Ranking von Platz vier auf Platz sieben. Sie zählen mit diesem Wert aber weiterhin zu den sehr vertrauenswürdigen Berufen. Pilotenstreiks und der absichtlich durch einen deutschen Piloten herbeigeführte Flugzeugabsturz im März 2015 haben ihrem Ruf nur begrenzt geschadet.

Den größten Vertrauenszuwachs in Deutschland verbuchen Ingenieure und Techniker. Mit sechs dazugewonnenen Prozentpunkten vertrauen ihnen aktuell 86 Prozent. Damit konnten sie sich von Rang 10 auf Rang 8 verbessern. Offenbar hat die Abgas-Affäre bei Volkswagen das Vertrauen der Deutschen in den Ingenieursberuf nicht beeinträchtigt, da sich der Vertrauenswert vor und nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals so gut wie nicht verändert hat. "Die Deutschen vertrauen nach wie vor auf ihre Ingenieurskunst, deren Ergebnisse zum kräftigen Export beitragen. Der Abgasskandal einer Firma einer Branche kann dieses Vertrauen nicht erschüttern.", kommentiert Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.

Die Unternehmer erreichten im Vergleich zu 2014 ebenfalls einen etwas höheren Vertrauenswert, sind aber mit einem Wert von 54 Prozent weiterhin im hinteren Teil des Rankings angesiedelt. Auch die Banker scheinen sich langsam von ihrem Vertrauenstief zu erholen: In den letzten 24 Monaten stieg der Anteil derer, die angeben Bankangestellten zu vertrauen, von 39 auf 43 Prozent.

Politiker bleiben Schlusslicht

Die hinteren Plätze im Ranking belegen Werbefachleute (27 Prozent) und Versicherungsvertreter mit 22 Prozent. Politiker verharren - wie vor zwei Jahren - auf dem letzten Platz. Nahezu unverändert vertrauen ihnen gerade einmal 14 Prozent der Bürger. Vor Ort wird die Arbeit von Politikern aber positiver gesehen: Das Vertrauen in Bürgermeister nahm im Vergleich zu 2014 um vier Prozentpunkte auf 59 Prozent zu. In den neuen Bundesländern ist das Vertrauen in die Bürgermeister mit 53 Prozent zwar etwas verhaltener als im Westen (61 Prozent), konnte aber auch dort leicht zulegen.

Zur Studie

Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem "Trust in Professions Report 2016" des GfK Vereins. Dieser wurde im Herbst 2015 zum zweiten Mal durchgeführt. Hierfür wurden in Deutschland 1.000 Personen (ab 14 Jahren) zwischen dem 4. und 11.9.2015 und weitere 1.000 Personen (ab 14 Jahren) zwischen dem 18. und 25.9.2015 befragt.

Die Studie wurde international in 26 weiteren Ländern durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse daraus werden im Frühjahr 2016 - ebenfalls in Form einer Pressemitteilung - veröffentlicht. Grundlage der Untersuchung ist die Abfrage des Vertrauens in 32 Berufsgruppen mittels einer Skala, die von "vertraue voll und ganz" und "vertraue ich überwiegend" und "vertraue ich weniger" bis zu "vertraue ich überhaupt nicht" reicht.

Kostenfreies Audio-Material (O-Ton-Beitrag und O-Ton-Paket mit Professor Raimund Wildner) finden Sie unter http://mycommunications.de/audioservice/beitraege/detail/id/670 oder melden Sie sich telefonisch unter 0341 484 74 403.

Zum GfK Verein

Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus 550 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Der GfK Verein ist Gesellschafter der GfK SE. Weitere Informationen unter www.gfk-verein.org.

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