Jüdisches Museum

"Welcher Dilettant hat das Wort modern erfunden!"
Else Lasker-Schülers Bilder im Jüdischen Museum Frankfurt (mit Bild)

Else Lasker-Schüler, Indianerinnen, Kreiden auf Papier, um 1928, Jüdisches Museum Frankfurt / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "Jüdisches Museum"

Frankfurt (ots) - Mit der Ausstellung "Else Lasker-Schüler. Die Bilder" im Jüdischen Museum Frankfurt steht erstmals das bildnerische Schaffen dieser Künstlerin im Vordergrund und wird in einer umfassenden Darstellung präsentiert. Die für die Schau zusammengetragenen rund hundertfünfzig Zeichnungen, Collagen, bemalten Postkarten und Lithografien präsentieren Lasker-Schüler als herausragende Vertreterin der künstlerischen Avantgarde im Umfeld von Jugendstil, Expressionismus, Futurismus und Dada. Die Ausstellungstücke stammen aus über vierzig öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland. Viele der teilweise empfindlichen Papierarbeiten wurden nie zuvor öffentlich zugänglich gemacht.

Deutlich spürbar sind die Einflüsse ihres engen Vertrauten Franz Marc, dem Begründer des Blauen Reiters, oder des führenden Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Erstmalig wird gezeigt, wie sich die Künstlerin von der altägyptischen Kunst hat anregen lassen, der sie die Entwicklung ihres charakteristischen Jussuf-Profilkopfes und verschiedene Kompositionsprinzipien verdankt. Zu ihren kunsthistorischen Inspirationsquellen sagte Lasker-Schüler 1912: "Wahre Kunst ist ewig, ob sie von heute oder von damals ist. Welcher Dilettant hat das Wort modern erfunden! Was wertvoll ist - bleibt bestehen."

Die Ausstellung läuft vom 8. September 2010 bis 9. Januar 2011 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15. Der beim Jüdischen Verlag im Suhrkamp Verlag erscheinende Katalog umfasst 272 Seiten mit 112 farbigen Abbildungen und kostet 29 Euro.

Pressekontakt:

Dr. Eva Atlan
Tel: 069-212 33329
atlan@juedischesmuseum.de

Weiteres Bildmaterial kann angefordert werden unter
info@juedischesmuseum.de.



Das könnte Sie auch interessieren: