Mittelstandsstudie von Ernst & Young: Mit mutigen Strategien und kluger Taktik zu neuem Wachstum
Stuttgart (ots) - Die Finalisten des Unternehmerwettbewerbs "Entrepreneur des Jahres" gehen mit Innovationen in die Offensive und bleiben flexibel
Immer kürzere Konjunkturzyklen, unsichere Finanzmärkte und schnell wechselnde Kundenbedürfnisse: Die Wachstumsunternehmen des Mittelstands kontern die aktuellen Herausforderungen mit innovativen Angeboten und stellen ihre Teams so flexibel auf, dass sie sich schnell und effizient auf Unvorhersehbares oder neue Rahmenbedingungen einstellen können. So bleiben sie am Ball und können selbstbewusst neue Spielfelder betreten. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie "Mit Taktik zu neuem Wachstum - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2012" der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. "Im Vorfeld des prognostizierten Abschwungs fahren die Unternehmen zwar die Ausgaben für Forschung und Entwicklung etwas zurück", beobachtet Wolfgang Glauner, Projektleiter des Unternehmer-Wettbewerbs und Autor der Studie, "aber sie haben ihre Pipeline in den letzten Boomjahren sehr gut aufgefüllt und sich so effizient aufgestellt, dass sie auch in schwierigen Zeiten ihre Geschäfte ausweiten werden."
Die Studie "Mit Taktik zu neuem Wachstum" beschreibt die Strategien von mittelständischen Unternehmen, die überdurchschnittlich wuchsen und sich damit für das Finale des Wettbewerbs "Entrepreneur des Jahres 2011" empfahlen. Sie vertreten alle wichtigen Branchen. Im Schnitt legen sie im Jahr einen Umsatz von 86 Millionen Euro vor und beschäftigen 500 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte von ihnen machen Geschäfte in lukrativen Nischen oder Marktsegmenten. Hier ist der Wettbewerb überschaubar und es können höhere Preise veranschlagt werden. "Das funktioniert auf Dauer nur, wenn die Produkte innovativer, besser und begehrter sind als jene der Konkurrenz", so Glauner. "Um dies zu erreichen, setzen Entrepreneure und ihre Mannschaften sich permanent selbst unter Innovationsdruck und erneuern Angebote oder Zusatzleistungen." Neben dem selbst auferlegten Innovationsdruck beschreibt die Studie sechs Taktiken, mit denen sich die Finalisten auch international durchsetzen.
Taktik 1: Ziele anvisieren und flexibel umsetzen
In Zeiten, in denen sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer schneller ändern und auch die Ansprüche von Kunden sich wandeln, verfolgen Entrepreneure zwar weiterhin ehrgeizige Ziele, aber sie achten bei der Umsetzung auf Flexibilität. Mehr als 90 Prozent planen ihre Geschäfte mit Hilfe von Business-, Bilanz- oder Liquiditätsplänen. Allerdings steht hierbei vor allem die kurz- und mittelfristige Planung im Vordergrund.
Taktik 2: Materiell unabhängig bleiben
In finanziellen Fragen geben sich Entrepreneure konservativ: Im Vordergrund stehen die Reinvestition von Gewinnen und der Einsatz eigener Mittel. Nur sieben Prozent ziehen einen Börsengang in Betracht - Entrepreneure lieben ihre Unabhängigkeit und kurze Entscheidungswege.
Taktik 3: Auf die Ideen der Mannschaft vertrauen
Teilhabe, Mitbestimmung, Eigenverantwortlichkeit - das sind in Wachstumsunternehmen keine leeren Worte. Entrepreneure punkten unter Mitarbeitern mit Persönlichkeit und Nähe und bauen auf einen kooperativen Führungsstil. Drei Viertel der Entrepreneure informieren ihre Mitarbeiter regelmäßig über die Ziele des Unternehmens und leiten daraus persönliche Aufgaben ab. Mehr als die Hälfte der Befragten beteiligt ihre Mitarbeiter am Gewinn. Offenheit und Miteinander zeigen Erfolg: 91 Prozent der Entrepreneure halten ihre Mannschaft für kreativer und produktiver als die der Konkurrenz.
Taktik 4: Neue Mitspieler begeistern und binden
Nachwuchs und Fachkräfte zu finden, fällt weiterhin schwer. Gerade in Wachstumsunternehmen ist der Bedarf jedoch hoch. Fast alle Entrepreneure beurteilen den Fachkräftemangel als wichtigste Herausforderung der Zukunft. Doch sie haben sich gerüstet: Die meisten setzen auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs und wollen die Partnerschaften mit Schulen oder Universitäten ausbauen. Außerdem arbeiten sie an familienfreundlichen Arbeitsverhältnissen, um gezielt Eltern anzuziehen. Und etwa jedes zweite Unternehmen baut zudem auf die Erfahrungen von älteren Mitarbeitern.
Taktik 5: In die Offensive gehen
Auch wenn sich die Entrepreneure derzeit mit den Investitionen für Innovationen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückhalten: Sie stellen sich selbst permanent unter Innovationsdruck. Nur mit neuen Angeboten setzen sie sich von der Konkurrenz ab, gewinnen Marktanteile und können Preise hoch halten. Sie wissen: Die höchsten Einnahmen sind mit zeitgemäßen, innovativen Angeboten zu erwirtschaften. In jedem zweiten Unternehmen entfällt daher ein großer Teil des Umsatzes auf neue Produkte.
Taktik 6: Neue Spielfelder ausprobieren
Wenn die bekannten Märkte zu klein fürs Wachstum werden, zieht es Entrepreneure auf neue Märkte: Knapp die Hälfte von ihnen sehen Chancen im Ausland. Etwa jedes fünfte Unternehmen ist bereits in rund 20 Ländern aktiv. Doch nicht nur das Wachstum im Ausland bietet Chancen: Neue Zielgruppen auf bereits bestehenden Märkten zu erobern, hat sich ebenfalls als eine zukunftsträchtige Taktik zum Erfolg erwiesen: Knapp jedes fünfte Unternehmen verfolgt dieses Ziel.
Die Studie "Mit Taktik zu neuem Wachstum - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2012", die Ernst & Young mit dem F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen herausgibt, enthält neben den Ergebnissen auch Fallstudien einzelner Sieger und Finalisten. Sie kann zum Preis von 48 Euro unter www.entrepreneur-des-jahres.de oder direkt beim F.A.Z.-Institut bestellt werden.
Mehr zum Wettbewerb "Entrepreneur des Jahres":
Ernst & Young organisiert den Unternehmerwettbewerb "Entrepreneur des Jahres" weltweit in 53 Ländern. In Deutschland wird die Auszeichnung 2012 zum 16. Mal verliehen: Eine neutrale Jury wählt die Sieger in fünf Kategorien. Mit der Auszeichnung werden unternehmerische Spitzenleistungen identifiziert und honoriert. Unterstützt wird der Wettbewerb von namhaften Unternehmen und Medien: Dazu gehören DZ BANK, Jaguar, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Manager Magazin.
Neben der Auszeichnung erfolgreicher Unternehmerpersönlichkeiten hat sich Ernst & Young auch die Förderung kommender Generationen von Entrepreneuren zur Aufgabe gemacht und die "Entrepreneur of the Year Junior Academy" ins Leben gerufen.
Über Ernst & Young
Ernst & Young* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist Ernst & Young deutscher Marktführer. Ernst & Young beschäftigt 6.900 Mitarbeiter an 22 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 141.000 Mitarbeitern der internationalen Ernst & Young-Organisation betreut Ernst & Young Mandanten überall auf der Welt.
Ernst & Young bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung.
Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte folgender Internetseite: http://www.de.ey.com
*Der Name Ernst & Young bezieht sich in diesem Profil auf alle deutschen Mitgliedsunternehmen von Ernst &Young Global Limited (EYG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht. Jedes EYG Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen.
Pressekontakt:
Wolfgang Glauner c/o Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mittlerer Pfad 15 70499 Stuttgart Telefon +49 711 9881 15800 Telefax +49 711 9881 15781 E-Mail: entrepreneur-des-jahres@de.ey.com Volker Northoff Northoff.Com Public Relations Kennedyallee 93 60596 Frankfurt/Main Telefon: +49 69 40 89 80-00 Telefax: +49 69 40 89 80-10 E-Mail: info@northoff.com

