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Stadtbücherei Heidelberg ist beste deutsche Großstadtbibliothek / Bertelsmann Stiftung und Deutscher Bibliotheksverband (DBV) vergleichen bundesweit Leistung von Öffentlichen Bibliotheken

    Gütersloh (ots) - Die Stadtbücherei Heidelberg hat in einem bundesweiten Leistungsvergleich zwischen Öffentlichen Bibliotheken als beste in der Kategorie der Großstadtbibliotheken abgeschnitten. Die Städtischen Bibliotheken Dresden wurden zweite, die Stadtbibliothek Münster dritte, die Stadtbibliothek Göttingen vierte und die Stadtbibliothek Freiburg im Breisgau wurde fünfte in dieser Kategorie (Städte über 100.000 Einwohner). In dem von der Bertelsmann Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband erstellten Bibliotheksindex (BIX) erreichten folgende Städte jeweils den ersten Platz in den vier weiteren Größenkategorien: die Stadtbibliothek Rosenheim (50.000 bis 100.000 Einwohner), das Medien- und Informationszentrum Biberach an der Riß (30.000 bis 50.000 Einwohner), die Stadtbibliothek Freiberg am Neckar (15.000 bis 30.000 Einwohner) und die Gemeindebibliothek Bergrheinfeld (unter 15.000 Einwohner).

    Der Bibliotheksindex BIX misst die Leistungen von 168 Öffentlichen Bibliotheken in den Feldern Auftragserfüllung, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeiterorientierung. Auch Bibliotheken, die in der Gesamtwertung nicht an erster Stelle liegen, zeigen in einzelnen Feldern Spitzenleistungen. So erreichte beispielsweise die Regionalbibliothek Neubrandenburg im Gesamtvergleich der Städte von 50.000 bis 100.000 Einwohnern den sechsten Platz. Dennoch liegt sie in Bezug auf die Auftragserfüllung, die Medienangebot, Service und Ausstattung umfasst, an erster Stelle. Die Stadtbibliothek Münster erreichte in ihrer Größenkategorie der Städte über 100.000 Einwohner den dritten Platz. Dagegen ist sie Spitzenreiterin in der Kundenorientierung, die unter anderem nach der Anzahl von Besuchern und entliehenen Medien und nach den Öffnungszeiten bewertet wurde.

    Mit 168 Bibliotheken hat sich die Zahl der Teilnehmer im zweiten Jahr des dreijährigen Projektes um mehr als 50 Prozent erhöht. In der mittleren Größenkategorie (15.000 bis 50.000 Einwohner) zeichnen die teilnehmenden Städte inzwischen ein repräsentatives Bild der deutschen Bibliothekslandschaft. Ziel ist es, noch mehr sehr kleine und sehr große Städte für eine Teilnahme zu gewinnen und so die Aussagekraft des BIX weiter zu erhöhen. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben gezeigt, dass die beteiligten Bibliotheken die Ergebnisse des BIX als Argumentationsgrundlage in der internen sowie in der politischen Diskussion für sich nutzen konnten. In Itzehoe und Rheine beispielsweise wurde der Medienetat aufgrund der BIX-Teilnahme erhöht. Darüber hinaus hat die Bertelsmann Stiftung in dem neuen Projekt "BIX Plus" weitere Mittel für Fortbildung und Kommunikation zur Verfügung gestellt.

    Die Zahlen des BIX wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und des DBV vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) ausgewertet. Die Erhebung im vergangenen Jahr hatte bestätigt, dass die Bibliotheken zunehmend auch elektronische Dienstleistungen anbieten. Daher sind die Verfügbarkeit von Computerplätzen und der Internetservice in den Katalog der Qualitätskriterien aufgenommen worden. Der Leistungsvergleich soll den Bibliotheken ermöglichen, sich anhand objektiver Maßstäbe zu vergleichen und voneinander zu lernen. Zudem können die Ergebnisse als Basis für die Diskussion mit kommunalen Entscheidungsträgern dienen.


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