Bertelsmann Stiftung

Bertelsmann Stiftung prämiert Schulen mit pfiffigen EDV-Lösungen
Preisgelder im Wert von 65.000 Mark
Siegerschulen in Augsburg und Dresden

Gütersloh (ots) - Die Bertelsmann Stiftung hat in Anwesenheit von NRW-Bildungsministerin Gabriele Behler sechs deutsche Schulen für vorbildliche EDV-Lösungen ausgezeichnet. Die Hauptpreise des bundesweiten Wettbewerbs "Pfiffige EDV-Lösungen für Schulen" gingen mit je 20.000 Mark an ein Gymnasium in Augsburg und an eine Mittelschule in Dresden; eine Gesamtschule in Siegen wurde mit 10.000 Mark ausgezeichnet. Zusätzlich vergab die Stiftung drei Sonderpreise zu je 5.000 Mark. Insgesamt 69 Schulen sandten ihre Verbesserungsvorschläge für die Einrichtung von Computernetzen an die Bertelsmann Stiftung. Gerd Schulte-Hillen, stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums der Bertelsmann Stiftung, betonte bei der Preisvergabe in Gütersloh, dass innovative EDV-Lösungen an Schulen dringend gebraucht werden. Zwar sei mittlerweile fast jede Schule ans Netz angeschlossen, häufig sei aber die interne Vernetzung noch problematisch. "Mit dem Wettbewerb zeichnen wir EDV-Lösungen aus, die in der Anschaffung wenig kosten, mit geringem Aufwand gehandhabt und von anderen Schulen leicht übernommen werden können." "Medienkompetenz ist in der Informations- und Wissensgesellschaft von morgen eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen - eine notwendige Kulturtechnik, so wichtig wie Rechnen, Schreiben und Lesen", sagte Gabriele Behler. "Die pfiffigen Lösungen, die heute prämiert werden, sind gute Modelle dafür, wie Schulen innovativ neue Formen des Lehrens und Lernens entwickeln können. Ich bin sicher, dass sie zum Vorbild für zahlreiche weitere Projekte werden können." Das Gymnasium St. Anna in Augsburg hat mit der Lösung: "Schulix - das wartungsarme Schulnetz dank Linux" einen ersten Preis gewonnen. Das von zwei ehemaligen Schülern entwickelte Netzwerk hat sich im schulischen Praxistest glänzend bewährt: Es zeichnet sich durch einen minimalen Wartungsaufwand aus und verfügt über ein ausgereiftes Sicherheitskonzept. Dadurch können die Schüler ohne Aufsicht an den frei zugänglichen PCs arbeiten. Die Mittelschule Johannstadt-Nord in Dresden wird ebenfalls mit einem ersten Platz ausgezeichnet. Wie auch im Gymnasium bei St. Anna besteht eine hohe Auslastung der Computer - mehr als die Hälfte der Lehrer setzt die Rechner regelmäßig im Unterricht ein. Das Besondere an der Lösung: Lehrer entwickelten den recht verbreiteten "c't/ODS-Server" weiter und stimmten ihn auf die Bedürfnisse von Schulen ab. Für die Verwaltung von Nutzern und Diensten werden keine speziellen Linux-Kenntnisse benötigt, sodass jeder Lehrer das System bedienen kann. Auch Schüler können bei der Administration des Servers mitwirken. Zudem lässt sich der Server durch eine unkomplizierte Installation gut auf andere Schulen übertragen. Die gute Übertragbarkeit auf andere Schulen trifft auch für den von der Gesamtschule Eiserfeld in Siegen entwickelten "GEE-Server" zu, der den dritten Preis erhält. Nach der Installation einer entsprechenden CD sind alle Programme konfiguriert und betriebsbereit. Gleichzeitig bleibt das System offen für Änderungen. Sonderpreise für die pädagogische Umsetzung von EDV-Lösungen bekommen folgende Ideen: Die Grundschule Friedrichsfehn bei Oldenburg nutzt Windows 98 für eine einfach zu handhabende Vernetzung aller Klassenräume. Im Schickhardt-Gymnasium in Herrenberg bei Stuttgart bauten Schüler ein Internetcafé auf, das sie auch weitgehend allein betreuen. In der Bürgfeldschule in Welzheim bei Stuttgart können sich Schüler in einer Computerwerkstatt umfangreiches EDV-Wissen aneignen: Sie lernen Rechner aus Gebrauchtgeräten selbst zu bauen, Server zu konfigurieren, Kabel zu verlegen und die Anlage zu warten. An der Grund-, Haupt- und Werkrealschule ist der Computer mittlerweile in das gesamte Schulleben bestens integriert: für jeden zweiten Schüler gibt es einen Rechner. ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an: Andrea Rohden, Tel.: 05241 / 81 73 71 Dr. Oliver Vorndran, Tel.: 0177 / 200 62 17 Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: