Bertelsmann Stiftung

TU Darmstadt und FHTW Berlin reformfreudigste Hochschulen Deutschlands
Centrum für Hochschulentwicklung verleiht Titel "best-practice-Hochschule 2001"

Gütersloh (ots) - Die Technische Universität Darmstadt und die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sind die reformfreudigsten Hochschulen Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gutachterkommission im Auftrag des Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Beide Hochschulen hätten den Spielraum der jeweiligen Landeshochschulgesetze voll ausgeschöpft und durch umfassende Reformen in allen Bereichen ihre Leistungsfähigkeit deutlich steigern können, sagte heute der Leiter des CHE, Professor Detlef Müller-Böling, bei der Verleihung des Titels best-practice-Hochschule 2001. Besondere Stärke der TU Darmstadt mit ihren 16.000 Studierenden in 14 Fachbereichen ist ihre hohe Kooperationsbereitschaft. In zahlreichen Netzwerken arbeitet sie mit anderen Hochschulen und außeruniversitären Institutionen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld zusammen. Durch sogenannte public-private-partnerships und Ausgründungen stärkt sie die Forschung und verschafft sich damit zusätzliche finanzielle Spielräume. Die TU Darmstadt verfügt über ein hervorragendes Qualitätsmanagement und stellt sich länderübergreifenden Leistungsvergleichen mit anderen Hochschulen. Weitere Kennzeichen sind ein integratives Hochschulmanagement und eine leistungsbezogene Mittelverteilung. Durch konsequente Internationalisierung liegt die TU Darmstadt mit einem Ausländeranteil von 15 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Die FHTW Berlin, mit ihren rund 8.000 Studierenden in 26 Studiengängen die größte Fachhochschule der Bundeshauptstadt, besticht durch ihr hervorragendes Hochschulmanagement. Im Zentrum der Reformbemühungen steht die ständige Verbesserung der Qualität und Attraktivität der Lehre. Unterstützt wird dieser Prozess durch konsequente Delegation der Verantwortung an die Fachbereiche. Dabei fördert die Budgetierung eine fächer- und fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit. Großen Wert legt die FHTW auf die internationale Ausrichtung ihres Studienangebotes, dessen Kern die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen ist. Besonders bemerkenswert seien die Reformen angesichts der eher ungünstigen Rahmenbedingungen, so die Gutachter. Als noch junge Fachhochschule im Osten Berlins hätte die FHTW mehrere noch zu Zeiten der DDR gegründete Hochschulen zusammenführen müssen. Entscheidend für die Auszeichnung durch die Gutachterkommission des CHE unter der Leitung von Professor Hans A. Weiler, Stanford University/USA, waren der ganzheitliche Reformansatz, der Innovationsgehalt der Projekte und deren weit fortgeschrittene Umsetzung. Ein ganzheitliches Reformprogramm umfasst nach Ansicht der Gütersloher Denkfabrik die Handlungsfelder Autonomie, Wissenschaftlichkeit, Wettbewerblichkeit, Profilierung, Wirtschaftlichkeit, Internationalität und Virtualität. Im vergangenen Jahr hatte das CHE den Titel best-practice-Hochschule 2000 an die Hochschule Bremen und die TU München vergeben. Das CHE wird von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz getragen und will Reformen im Hochschulbereich anstoßen und unterstützen. Die Arbeitsfelder des CHE reichen von der Organisationsentwicklung und Modellen zur Hochschulfinanzierung bis hin zu der Veröffentlichung eines jährlichen Rankings, bei dem die Studiengänge in Deutschland nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden für jeden Abiturienten verständlich verglichen werden. ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Kontakt: Johanna Witte, Telefon 05241/ 976154 Hintergrundinformationen: www.che.de Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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