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Spanien will Staatshaushalt ausgleichen
Ministerpräsident Jose Maria Aznar auf dem International Bertelsmann Forum

Berlin (ots) - Der spanische Ministerpräsident José Maria Aznar hat in Berlin die Haltung seiner Regierung auf dem Europa-Gipfel von Nizza dargestellt. "Zum ersten Mal seit 1957 hat die Europäische Union die Machtverteilung unter ihren Mitgliedern neu geregelt", sagte Aznar bei seiner Dinner Speech im Reichstag vor den Teilnehmern des International Bertelsmann Forums. Spanien sei ein entschlossener Befürworter der Osterweiterung der Europäischen Union. Seit dem Übergang zur Demokratie vor 25 Jahren und dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1986 habe sich Spanien zu einem stabilen, wohlhabenden und weltoffenen Land entwickelt. Diese Perspektive müsse auch den osteuropäischen Beitrittsländern eröffnet werden. Zudem sei es jedoch notwendig, dass sich sowohl diese Länder als auch die Europäische Union gründlich auf diesen Schritt vorbereiteten. Nachdem der europäische Integrationsprozess in den 90-er Jahren rasant vorangeschritten sei, habe die Regierungskonferenz in Nizza das Mögliche und Vernünftige erreicht. Aznar kündigte an, im kommenden Jahr erstmals einen ausgeglichenen Staatshaushalt vorzulegen. "Was machen wir mit den Überschüssen?", sei die politische Gestaltungsfrage der Zukunft. Das neue spanische Stabilitätsgesetz soll alle öffentlichen Haushalte zum Ausgleich verpflichten. ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an: Tim Arnold, Telefon: 018 88 / 17 39 94 Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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