Bertelsmann Stiftung

Leselust statt Lesefrust - Projekt der Bertelsmann Stiftung führt Jugendliche zum Buch
Fast doppelt so viele junge Besucher in öffentlichen Bibliotheken

Gütersloh (ots) - Leseförderung zahlt sich aus: Bei einem Projekt der Bertelsmann Stiftung mit öffentlichen Bibliotheken und Schulen aus sechs ausgewählten Städten Deutschlands konnte die Zahl der Besucher bis 17 Jahre um insgesamt 73 Prozent gesteigert werden. Die Stadtbibliothek Rosenheim konnte innerhalb der Projektlaufzeit sogar einen Zuwachs von 130 Prozent erreichen. Während die Bibliothek 1995 2.470 Kinder und Jugendliche als Kunden hatte, waren es 1999 schon 5.679. Auch die Zahl der Ausleihen konnte um insgesamt 33 Prozent erhöht werden. Spitzenreiter ist hier die Stadtbibliothek Marburg, die sich von 154.000 Ausleihen 1995 auf 340.000 ausgeliehene Bücher 1999 steigern konnte, was einer Erhöhung um 121 Prozent entspricht. Bei diesem Kooperationsprojekt beteiligten sich gemeinsam mit 42 Schulen die öffentlichen Bibliotheken der Städte Greifswald, Hoyerswerda, Marburg, Ratingen, Rosenheim und Villingen-Schwenningen. Das Herzstück waren Veranstaltungen zur Leseförderung für die Klassenstufen eins bis zehn, darunter Führungen oder Unterricht in der Bibliothek. Zudem kamen Mitarbeiter in die Klassen und präsentierten Bücher, CD-Roms und Videos aus dem Bestand der Bibliothek. "Das Projekt konnte deshalb erfolgreich sein, weil es die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler in den Mittelpunkt stellte", sagte Ute Palmer-Horn von der Bertelsmann Stiftung. Das Projekt "Öffentliche Bibliothek und Schule - neue Formen der Partnerschaft" reagierte während seiner Laufzeit von 1995 bis 2000 auf die rasante Verbreitung des Internet und die dadurch veränderte Mediennutzung. Vor allem Schüler mit schwachen Leseleistungen konnten davon profitieren: 43 Prozent dieser Jugendlichen wurden für das Lesen am Bildschirm begeistert. "Das neue Medium verändert das Leseverhalten und erfordert neue Wege der Förderung", so Ute Palmer-Horn. Diese erfolgreichen Ergebnisse sowie aktuelle Entwicklungen der Leseförderung in Deutschland diskutieren Praktiker und Experten aus Schulen, Bibliotheken, Ministerien und Leseinitiativen beim Symposium "Lesen fördern in der Welt von morgen" der Bertelsmann Stiftung am 25. und 26. Oktober 2000 in Rheda-Wiedenbrück. Die Auftaktreferate halten Reinhard Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, und Monika Hohlmeier, bayerische Staatsministerin für Kultus und Unterricht. Unter den Teilnehmern der Podiumsrunden sind Professor Dr. Klaus Ring, Stiftung Lesen, Dr. Florian Langenscheidt, Verleger, Professor Dr. Jo Gröbel, Europäisches Medieninstitut, und Gabriele Behler, Ministerin für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen. Die Bertelsmann Stiftung fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1977 die Arbeit Öffentlicher Bibliotheken. Schwerpunkte sind die Einrichtung von Modellbibliotheken, die Einführung modernen Managements, der Einsatz neuer Medien und die systematische Leseförderung durch die Kooperation mit Schulen. Insgesamt hat die Stiftung bisher mehr als 47 Millionen Mark in die Projekte zur Förderung Öffentlicher Bibliotheken investiert. ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an: Ute Palmer-Horn, Telefon: 0 52 41 / 81 71 39 Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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