Bertelsmann Stiftung

Bertelsmann Stiftung mit neuem Kuratorium
Reinhard Mohn sichert Kontinuität
Fünfköpfiges Präsidium

Gütersloh (ots) - Der Unternehmer und Stifter Reinhard Mohn (79) ordnet die Führungsspitze der Bertelsmann Stiftung neu. Deutschlands größte private Unternehmensstiftung wird in Zukunft von einem fünfköpfigen Präsidium geführt, das an der Spitze eines Kuratoriums steht. Nach dem Ausscheiden des früheren Bertelsmann-Chefs Dr. Mark Wössner übernimmt Reinhard Mohn zum 1. November 2000 zunächst selbst die Leitung der Stiftung. Am 1. Juli 2002 folgt ihm Bertelsmann-Vorstand Dr. Gunter Thielen als Vorsitzender des Kuratoriums und des Präsidiums nach. Er erreicht dann die für die Führungskräfte der Bertelsmann AG geltende Altersgrenze von 60 Jahren. Dem neugeschaffenen Präsidium gehören neben Reinhard Mohn als Vorsitzendem und künftig Dr. Gunter Thielen drei weitere Mitglieder an: als stellvertretender Vorsitzender Gerd Schulte-Hillen, bis zum 31. Oktober 2000 noch Vorstandsvorsitzender der Gruner + Jahr AG, Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, und der Münchener Politikwissenschaftler Professor Dr. Werner Weidenfeld. Dem neuen Kuratorium gehören zudem folgende namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an: Dr. Hans D. Barbier, Leiter der Redaktion "Wirtschaftspolitik" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Caio K. Koch-Weser, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dr. Thomas Middelhoff, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, Professor Dr. h.c. Dieter Stolte, Intendant des ZDF, Professor Dr. Jürgen Strube, Vorstandsvorsitzender der BASF AG, Professorin Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages a. D., Dr. Gunter Thielen, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann AG, und Professor Hans-Jürgen Warnecke, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Ein weiterer Platz im Kuratorium wird in absehbarer Zeit besetzt. Gemäß der neuen Satzung sind der Stifter Reinhard Mohn und seine Frau Liz Mohn Kuratoren auf Lebenszeit. Die weiteren Mitglieder des Kuratoriums werden vom Stifter berufen und nach seinem Tod durch Kooptation hinzugewählt. Für sie gilt eine Altersgrenze von 70 Jahren. Außerdem soll der Altersdurchschnitt der Kuratoriumsmitglieder 63 Jahre nicht überschreiten. Das Kuratorium trifft seine Entscheidungen mehrheitlich. Der Stifter kann gegen Beschlüsse des Kuratoriums sein Veto einlegen. Mit der neuen Satzung will Reinhard Mohn die Bertelsmann Stiftung so ordnen, dass sie sich auch nach seinem Tod dynamisch weiterentwickeln kann: "Wir befinden uns in einer Erprobungsphase. Ich lasse die Führungsgremien heute schon so arbeiten, wie sie es später ohne mich tun sollen." Bereits im Juli 1999 hatte Reinhard Mohn auch für die Bertelsmann AG Regelungen getroffen, die weit in die Zukunft reichen. Er übertrug die Stimmrechte an der Bertelsmann AG auf die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft, die wie eine permanente Hauptversammlung arbeitet. Die neue Satzung der Stiftung ist der seit langem geplante Schlussstein einer umfassenden Konstruktion, die dem Hause Bertelsmann zugleich Kontinuität und Innovation ermöglicht. Die Bertelsmann Stiftung hält 71,2 Prozent der Anteile an der Bertelsmann AG, einem der vier größten Medienkonzerne der Welt. Die Stiftung entwickelt Lösungsmodelle für Probleme in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. "Wir wollen damit einen Beitrag zur Fortschreibung unserer Ordnungssysteme leisten", so Reinhard Mohn. Seit ihrer Gründung im Jahr 1977 hat die Bertelsmann Stiftung rund eine halbe Milliarde Mark in ihre gemeinnützigen Projekte investiert. Im laufenden Geschäftsjahr 2000/01 beträgt der Gesamtetat der Bertelsmann Stiftung rund 130 Millionen Mark. ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an: Tim Arnold, Telefon: 0 52 41 / 81 7182 Andreas Henke, Telefon: 0 52 41 / 81 7129 Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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