Bertelsmann Stiftung

Arnsberg erste deutsche Stadt mit Service-Garantien für den Bürger
Bertelsmann Stiftung setzt sich für Qualitätssicherung in Städten und Gemeinden ein

Gütersloh/Hannover (ots) - Die Stadt Arnsberg hat eine der bürgerfreundlichsten Verwaltungen in Deutschland. Erstmals werden hier Service-Garantien für Bürger eingeführt. Die Verwaltung verpflichtet sich, Dienstleistungen innerhalb festgelegter Zeiträume und zu verbindlichen Qualitätsstandards zu erbringen. "Die Politik soll Prinzipien für Service-Garantien formulieren, die z.B. bei der Kinderbetreuung oder der Bearbeitung von Anträgen strikte Kundenorientierung festschreiben", erläutert Hans-Josef Vogel, Oberbürgermeister der sauerländischen Stadt. Arnsberg war vor sechs Jahren auch die erste deutsche Stadt, in der es ein aktives Beschwerde-Management und flexiblere Öffnungszeiten der Ämter gab. Zusammen mit 63 anderen deutschen Städten engagiert sich Arnsberg in dem von der Bertelsmann Stiftung initiierten Netzwerk "Kommen der Zukunft". Vertreter dieser Städte diskutieren mit rund 200 Experten und Politikern auf einer Konferenz in Hannover über besonders erfolgreiche Verbesserungsstrategien in Kommunalpolitik und Verwaltung. Die internationale Konferenz "Kommunen aktiv steuern" vom 20.-22. September 2000 richtet die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover aus. Bei den Service-Garantien zeigte das skandinavische Ausland den deutschen Netzwerkstädten bereits den Weg: In der finnischen Stadt Hämenlinna ist Qualitätsorientierung der Dienstleistungen seit 1995 oberstes Prinzip und wird dort mit Erfolg praktiziert. "Die kommunale Landschaft in Deutschland ist im Aufbruch," resümiert Dr. Marga Pröhl, Leiterin des Bereichs "Staat und Verwaltung" der Bertelsmann Stiftung. "Eine Vielzahl von verantwortungsbewussten und visionären Verwaltungschefs haben die Zeichen der Zeit erkannt und streben nach einem langfristigen, strategischen Management. Es geht um mehr Effizienz in den Verwaltungen und vor allem auch um mehr Demokratie: Leitbilder und Entwicklungskonzepte sollen von allen Bürgern und Politikern gemeinsam getragen werden." Als aktuelles Beispiel für strategische Steuerung wird Hannovers Oberbürgermeister Dr. Herbert Schmalstieg am kommenden Freitag, dem 22. September 2000, das städtische Handlungsprogramm 2001-2005 "Zukunft Hannover" darstellen. Das Programm, das auf Erfahrungen aus dem Netzwerk "Kommunen der Zukunft" aufbaut, enthält zahlreiche Projekte, mit denen die Verwaltung die Stadtentwicklung nach Abschluss der Weltausstellung EXPO 2000 strukturieren will. "Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren der EXPO-Gastgeberstadt ausruhen. Die Stadt muss ihre Kräfte unter schwierigen Rahmenbedingungen für eine Entwicklungsperspektive im dritten Jahrtausend bündeln", so der Oberbürgermeister. "Bei diesem Gestaltungsprozess wollen wir möglichst alle Gruppen der Stadtgesellschaft einbinden." ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an: Claudia Olk, Telefon: 0 52 41 / 81 73 45 Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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