Bertelsmann Stiftung

Filter gegen pornografische und rechtsextremistische Inhalte im Internet
Nach dem Bundeskriminalamt kooperieren auch die katholische Kirche und das Kinderhilfswerk terre des hommes mit der Bertelsmann Stiftung

Gütersloh (ots) - Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und die Kinderrechtsorganisation "terre des hommes Deutschland e.V." werden sich aktiv an der Weiterentwicklung des Filtersystems der Internet Content Rating Association (ICRA) beteiligen. Dies gab heute die Bertelsmann Stiftung auf einer Konferenz über Jugendschutz und Filtersysteme im Internet bekannt. ICRA (www.icra.org) ist als unabhängige Non-Profit-Organisation 1999 von der Bertelsmann Stiftung sowie führenden Internet- und Technologieunternehmen wie AOL, Microsoft, IBM und T-Online gegründet worden. Über hundert Vertreter von Kirchen, Kinderschutzorganisationen, Jugendhilfeeinrichtungen und Medienaufsichtsbehörden aus aller Welt kommen auf der Konferenz in Gütersloh zusammen, um über ihre Mitwirkung an dem ICRA-Filtermodell zu beraten. Wichtig dabei ist: Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen geben mit ihren Filtern lediglich Empfehlungen. Die Eltern können eigenständig entscheiden, welche der verschiedenen Filterschablonen des ICRA-Modells sie aktivieren. "Die katholische Kirche sieht gerade im Rahmen von softwarebasierten Filtersystemen eine Möglichkeit des effizienten Kinder- und Jugendschutzes", begründet der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer, das besondere Engagement der Kirche für das Filtermodell. Schon seit langem setze sich die Kirche dafür ein, dass junge Menschen Medien altersgemäß nutzen. Auch Stefan Kanke von terre des hommes sieht Handlungsbedarf: "Wir möchten uns für den Schutz von Kindern im Internet bei gleichzeitiger Bewahrung ihrer Rechte auf Information stark machen." Das Kinderhilfswerk wird daher zum ICRA-Filtersystem eine sogenannte "Positivliste" mit empfehlenswerten Internetseiten für Kinder und Jugendliche beisteuern. Bereits im Vorfeld der Konferenz gab das Bundeskriminalamt (BKA) seine Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung beim Projekt "Jugendschutz und Selbstregulierung im Internet" bekannt. Das BKA wird seine Negativliste mit rechtsextremen Websites in das ICRA-Filtermodell integrieren. Auf der Konferenz wurde die ICRA-Filterarchitektur zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Vom nächsten Frühjahr an soll das System anwendungsreif sein und allen Internetnutzern kostenlos zur Verfügung stehen. "Wir sind heute unserem Ziel, Verantwortung im Internet zu sichern, einen guten Schritt näher gekommen", fasst Dr. Ingrid Hamm, Leiterin des Bereichs Medien der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse der Konferenz zusammen. "Die Filterplattform lässt dem Nutzer maximale Freiheit und gibt den Eltern Entscheidungsspielraum." ots Originaltext: Bertelsmann Stiftung Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an: Dr. Marcel Machill Telefon: 0 52 41 / 81-7350 E-Mail: Marcel.Machill@Bertelsmann.de Weitere Informationen zum 1999 begonnenen Projekt "Jugendschutz und Selbstregulierung im Internet" finden sich unter: http://www.bertelsmann-stiftung.de/internetcontent. Original-Content von: Bertelsmann Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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