Bertelsmann Stiftung

Für ein demokratisches Internet
Bertelsmann Stiftung fördert europäische Beteiligung an ICANN-Wahlen

    Gütersloh (ots) - Noch in diesem Jahr können deutsche
Internetnutzer Repräsentanten in ein internationales Gremium
entsenden, das über die weltweite Vergabe aller Internet-Domänen und
Namen entscheidet. ICANN wurde 1998 von der US-Regierung gegründet
und soll nun zu einer weltweiten Organisation werden. ICANN ist
zuständig für die Namen, Nummern und Protokolle im Internet, sowie
das Root Server System, das das "Netz der Netze" funktionsfähig hält
    
    "Wer die Kontrolle über die technischen Wurzeln - die Root Server
- des Internet hat, kann kontrollieren, wie in diesem kommuniziert,
gearbeitet, gelesen, eingekauft und letztlich, wie es regiert wird",
betonte Mark Wössner, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung
heute in Gütersloh. "Die Bertelsmann Stiftung engagiert sich hier, um
sich an der Entwicklung des Wahlsystems zu beteiligen und für eine
starke europäische Beteiligung zu werben." Während die ICANN-Wahlen
in den USA breit diskutiert werden, findet die fundamentale
Weichenstellung, die mit der Wahlentscheidung einhergeht, bisher in
Deutschland und Europa kaum Beachtung.
    
    Dieses Defizit zu beseitigen ist Ziel des Projektes
"Demokratisches Internet" der Bertelsmann Stiftung. Das Projekt soll
unter anderem über ICANN informieren, und so eine breitere
Öffentlichkeit, wie auch politische Akteure, zur aktiven Begleitung
des Prozesses veranlassen. Es soll auch dazu beitragen, dass die
Organisationsstruktur und Arbeitsweise von ICANN und der Wahlverlauf
demokratischen Prinzipien - Transparenz, Repräsentation, Gleichheit -
entsprechen. Durch das Projekt wird die Bildung einer europäischen
ICANN-Wählerschaft und die Nominierung europäischer Kandidaten
unterstützt.
    
    
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