Verband der Osteopathen e.V.

Osteopathen helfen nicht nur Fußball-Helden
VOD-Kongress tagt erstmals in Hamburg

Hamburg (ots) - Deutschlands Nationalteam hat bei der Fußball-WM in Südafrika einen dabei, England ebenso und selbst Algerien setzt in seinem medizinischen Betreuerstab auf die Dienste eines Osteopathen. Die Spezialisten, die lädierte Körper einzig mit den Händen heilen, sind bei Profisportlern zunehmend gefragt, wie der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. feststellt.

Exakte Zahlen gibt es zwar nicht, aber Schätzungen gehen von etwa der Hälfte aller deutschen Profi-Teams im Fußball und im Handball aus, die in irgendeiner Form osteopathisch tätige Therapeuten in den Betrieb einbinden. VOD-Mitglied Johannes Fetzer, der in Hamburg neben den HSV-Handballern und der deutschen Hockey-Damennationalmannschaft auch Fußballer, Eishockeyspieler, Leichtathleten und Schwimmer als Osteopath betreut, hält diese Quantifizierung für realistisch. Die Spieler seien das Kapital der Vereine und deren bestmögliche therapeutische Versorgung von zentralem Interesse. "Osteopathie gehört inzwischen meistens dazu", so Fetzer.

Osteopathen sind keine alternativmedizinischen Wunderheiler. Sie bekämpfen keine Krankheiten, und sie helfen nicht nur Fußball-Helden. Ausgestattet mit guten Kenntnissen von Anatomie und Physiologie haben sie mit der Osteopathie gelernt, mit sensiblen Händen biomechanische Funktionsstörungen im Körper zu ertasten und zu behandeln. Bewegung ist der Schlüssel. Damit meint der Osteopath aber nicht nur den Bewegungsapparat, also Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, sondern auch die Dynamik im alles umhüllenden Bindegewebe, also zum Beispiel die "Beweglichkeit" der inneren Organe. "Wo Bewegung und Dynamik eingeschränkt sind, laufen Körperprozesse meistens nicht gut ab", sagt Fetzer. Indikatoren für solche Funktionsstörungen seien erhöhte Spannungen im Körper, die der Osteopath mit den Händen fühlen könne.

Der menschliche Körper stellt ein großes System von Strukturen und Funktionen dar, deren Teilbereiche sich in stetiger Wechselbeziehung befinden. Deshalb beschränken Osteopathen ihre Arbeit auch nicht auf den Bewegungsapparat, sondern beziehen Organe und Nervensystem in Diagnose und Therapie ein. Die Osteopathen sehen nicht nur das schmerzende Fußgelenk oder das dicke Knie, sondern sie behandeln den Körper als ein Ganzes, der durch die Verletzung aus seiner komplexen Balance geraten ist. Verletzungen können über so genannte Spannungsketten weitere Beschwerden anstoßen, wie Sportspezialist Fetzer erläutert. Für ihn sind Fälle keine Seltenheit, in denen ein umgeknickter Fuß Wochen später für regelmäßige Kopfschmerzen ursächlich war. Der Ort eines Schmerzes und der Ort seiner tatsächlichen Ursache können im Körper weit auseinander liegen. Auch körperliche Haltungsfehler können solche Spannungsketten auslösen.

Hier liegt dann auch der Ausgangspunkt für die präventive Bedeutung der Osteopathie. "Wir können Problembereiche des Körpers schon erkennen, bevor ein Schaden entsteht. Die Spannungen im Körper sagen uns, wo sich eine Blockade, ein Riss oder eine Muskelverhärtung anbahnen. Solange es sich noch um Funktionsstörungen, also die Vorstufe von Schäden, handelt, lassen die sich viel leichter behandeln, als die späteren Schäden", so Fetzer. Mancher Profi-Verein berücksichtige inzwischen osteopathische Erkenntnisse in seinen Trainingsabläufen. Denn auch für gut trainierte Profis bestehe ein Risiko, das Übungseinheiten zu Dysbalancen führten, die außerhalb des Limits lägen und so zu Schäden führen könnten.

Erklärtes Ziel des Osteopathen ist es, auf sanfte Weise die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Laut Fetzer ist ein gesunder Körper durchaus in der Lage, sich biomechanisch und -dynamisch selbst zu reparieren und zu regenerieren. Wird dieses Streben nach Balance aber durch Funktionsstörungen massiv beeinträchtigt, "so versuchen wir, sie mit unseren Techniken wieder in Gang zu bringen, indem wir die Störungen sowie ihre Ursachen beseitigen und die Dynamik im Gewebe fördern", so der Osteopath. Weil der ganzheitliche Therapieansatz natürlich nicht nur bei "Tennisellenbogen", sondern auch bei "Mausarmen" wirkt, steuern nicht nur Profi-Athleten seine Praxis an, sondern auch Nichtsportler, die etwa von Verletzungen nach Alltagsunfällen oder den weit verbreiteten Rückenleiden geplagt sind.

Vom 30. September bis zum 3. Oktober werden rund 350 Osteopathen aus dem In- und Ausland zum 13. Internationalen VOD-Kongress erwartet, der erstmals in Hamburg veranstaltet wird. Kongressinformationen und Anmeldungen: Verband der Osteopathen Deutschland e.V.,Untere Albrechtstraße 15, 65185 Wiesbaden, Telefon: 0 611 / 9 10 36 61, Mail: info@osteopathie.de, Internet: www.osteopathie.de

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