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UNHCR: "Wichtigstes Treffen seit 50 Jahren"

    Genf / Berlin (ots) - Heute (10.00 Uhr) beginnt in Genf ein zweitägiges Ministertreffen zur Zukunft des internationalen Flüchtlingsschutzes.

    Gemeinsame Gastgeber sind das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) und die schweizerische Regierung. Erwartet werden Delegationen aus 123 der insgesamt 143 Unterzeichnerstaaten der Genfer Flüchtlingskonvention, zudem Vertreter von 30 Staaten, die bislang diesem Abkommen nicht beigetreten sind. Es wurde vor 50 Jahren von einer UN-Bevollmächtigtenkonferenz verabschiedet. Die Konvention gilt bis heute als Magna Charta des internationalen Flüchtlingsrechts.

    Über 75 Außen- und Innenminister haben ihr Erscheinen zugesagt. Rund 50 nichtstaatliche Organisationen (NGOs) nehmen als Beobachter an dieser Konferenz teil. Die deutsche Delegation leitet die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium Cornelie Sonntag-Wolgast.

    Nach Auffassung von UN-Flüchtlingskommissar Ruud Lubbers handelt es sich bei der Konferenz um "das wichtigste Treffen seit der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention vor 50 Jahren. Es kommt zur rechten Zeit, bedenkt man die oftmals hitzige und konfuse Debatte, die sich um Flüchtlinge und Asyl entwickelt hat."

    Im Mittelpunkt der Zusammenkunft steht eine richtungsweisende Erklärung, mit der die Staaten sich erneut verpflichten, die Genfer Flüchtlingskonvention vollständig und effektiv anzuwenden und umzusetzen.

    Dem Ministertreffen vorausgegangen waren im Rahmen globaler Konsultationen eine Serie von Fachkonferenzen, an denen Regierungsvertreter, NGOs, Wissenschaftler und andere Flüchtlingsexperten teilnahmen. Erklärtes Ziel ist es, für das 21. Jahrhundert auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention eine internationale "Agenda für den Flüchtlingsschutz" zu erstellen.

    Ausführliche Informationen zur Konferenz und zu den Globalen Konsultationen finden Sie unter

    www.unhcr.ch/cgi-bin/texis/vtx/global-consultations.


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