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MONITOR: Neue Vorwürfe gegen FIFA-Präsident Blatter

    Köln (ots) - Neue Aussagen erhärten den Verdacht , dass
FIFA-Präsident Joseph Blatter bei seiner Wahl im Juni 1998 Stimmen
von Delegierten gekauft hat. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in
seiner heutigen Sendung (Das Erste, 16. Mai 2002, 20.15 Uhr).
    
    MONITOR liegen Aussagen von mehreren afrikanischen
Fußball-Funktionären vor, denen Geld oder FIFA-Posten in Aussicht
gestellt wurden, wenn Joseph Blatter zum FIFA-Präsidenten gewählt
werden würde. Schwere Vorwürfe erhebt Sammy Joel Obingo, der
ehemalige Generalsekretär des "Council of East and Central Africa
Football Association". Während eines Besuchs von Herrn Blatter in
Nairobi, einen Monat vor seiner Wahl, lud er die Mitgliedsverbände
einzeln in sein Hotelzimmer ein und bot ihnen Geld sowie die
Mitgliedschaft in FIFA-Kommissionen an, falls er die Wahl zum
FIFA-Präsidenten gewinne." Blatter selbst wollte sich zu diesen
Vorwürfen in der MONITOR-Sendung nicht äußern.
    
    Auch innerhalb der FIFA wächst die Kritik am Führungsstil
Blatters. Mit Per Ravn Omdal äußert sich in MONITOR eines der 11
Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, die die Anzeige gegen Joseph
Blatter unterzeichnet haben, zum Finanzgebaren des FIFA-Präsidenten:
"Wir haben immer wieder das Gefühl, dass Herr Blatter die FIFA als
sein Privateigentum betrachtet".
    
ots Originaltext: WDR
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