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+++Achtung Korrektur im 3. Absatz (86 statt 89 Prozent)+++ WDR WESTPOL-Umfrage: Rot-Grün legt in NRW zu, aber weiter ohne Mehrheit - AfD verliert

Düsseldorf (ots) -

Gut ein halbes Jahr vor der nächsten Landtagswahl kann die amtierende
Regierungskoalition zulegen. Zu einer eigenen Mehrheit reicht das 
allerdings nicht. Die beiden großen Parteien SPD und CDU liefern sich
weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die AfD muss deutliche Verluste 
hinnehmen. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap 
im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL in dieser Woche erhoben hat. Wenn
bereits an diesem Sonntag gewählt würde, kämen sowohl SPD als auch 
CDU auf 32 Prozent der Wählerstimmen (jeweils +1 im Vergleich zum 
letzten NRW-Trend im Mai). Die Grünen legen etwas stärker zu und 
würden mit 12 Prozent (+2) wieder drittstärkste Kraft im Land. Die 
AfD rutscht auf 9 Prozent (-3) ab. Sowohl die FDP (7 Prozent) als 
auch die Linke (5 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt. Weder 
Rot-Grün noch Schwarz-Gelb hätten demnach eine Mehrheit. Lediglich 
eine große Koalition oder Bündnisse mit drei Parteien wären möglich.

Geteilte Zufriedenheit mit der Landesregierung, aber kaum 
Wechselstimmung

Gefragt nach der Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung, 
sind die Nordrhein-Westfalen geteilter Meinung. 50 Prozent sind 
aktuell unzufrieden mit der Arbeit von Rot-Grün, fast genauso viele 
vergeben gute Noten an die Landesregierung. Auch jeder zweite 
CDU-Anhänger beurteilt die Arbeit der Kraft-Regierung positiv. Eine 
ausgeprägte Wechselstimmung herrscht unter den Wählern derzeit nicht.
50 Prozent wünschen sich ein Weiterregieren von Rot-Grün, 40 Prozent 
bevorzugen einen Regierungswechsel. 

Kraft deutlich populärer als Laschet

Könnte man die Ministerpräsidentin direkt wählen, läge die 
Amtsinhaberin Hannelore Kraft mit 56 Prozent deutlich vor ihrem 
Herausforderer Armin Laschet mit 20 Prozent. Im Vergleich zur letzten
Umfrage verliert Kraft zwar 2 Prozentpunkte, ihr Herausforderer kann 
davon allerdings nicht profitieren. Im Gegenteil, Armin Laschet 
verliert im Direktwahlvergleich 8 Prozentpunkte. Dem Herausforderer 
fällt es schwer, die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren: Während 
sich 86 Prozent der SPD-Anhänger bei der Direktwahlfrage für 
Hannelore Kraft entscheiden würden, votieren lediglich 40 Prozent der
CDU-Anhänger für Armin Laschet. Fast genauso viele CDU-Anhänger (39 
Prozent) würden bei einer Direktwahl der SPD-Frau ihre Stimme geben.

Bildungspolitik ist dringendste Aufgabe

Knapp vier von zehn Bürgern (38 Prozent) sind der Ansicht, dass sich 
die Landesregierung vorrangig um Bildungs- und Schulpolitik in NRW 
kümmern sollte. Die Innere Sicherheit sowie Arbeit und Wirtschaft 
halten jeweils 15 Prozent der Befragten für das Top-Thema, gefolgt 
von der Sozialpolitik (14 Prozent). Die Flüchtlingspolitik ist für 
jeden Zehnten die dringendste Aufgabe der Landesregierung, lediglich 
bei der AfD-Anhängerschaft hat dieses Thema eine 
überdurchschnittliche Bedeutung. 5 Prozent halten die Verkehrspolitik
für die wichtigste Aufgabe.

Breite Mehrheit für Abschaffung des Turboabis

In der aktuellen Diskussion über eine Abschaffung des Abiturs nach 12
Jahren haben die Bürger in NRW eine klare Position: Mehr als 80 
Prozent sprechen sich für die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren (43 
Prozent) oder eine Wahlmöglichkeit (42 Prozent) aus. Lediglich jeder 
Zehnte (11 Prozent) will am Abi nach 12 Schuljahren festhalten. 
Eltern von Schulkindern haben in dieser Frage ein ganz ähnliches 
Meinungsbild wie die Gesamtheit der Befragten.

Für den NRW-Trend hat Infratest dimap in dieser Woche 1.002 
Wählerinnen und Wähler in Nordrhein-Westfalen telefonisch befragt. 
Ihre Antworten sind repräsentativ für alle Wahlberechtigten. 

Mit Quellenangabe WDR-Magazin WESTPOL (Sonntag, 30.10.2012, 19.30 
Uhr) ab 14 Uhr zur Veröffentlichung frei. 

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