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WDR trauert um Götz George - "Immer bewegt"

Köln (ots) - Der WDR trauert um Götz George. Der 1938 in Berlin geborene Schauspieler starb am 19. Juni 2016 im Alter von 77 Jahren.

WDR-Intendant Tom Buhrow: "Götz George war ein Gigant des deutschen Films. Einer, der in ganz unterschiedlichen Genres zu Hause war und sich dabei nie mit der zweitbesten Möglichkeit, eine Rolle zu spielen, zufrieden gab. Immer setzte er auf Qualität, ganz und gar kompromisslos, stets bereit, wenn nötig bis an die Grenzen zu gehen, und das psychisch wie physisch. Wir haben über seinen Skandalreporter in ,Schtonk!' gelacht und mit seinem an Alzheimer erkrankten Frührentner in ,Mein Vater' getrauert. Mit Schimanski haben wir mitgefiebert, mitgekämpft, mitgelitten, mitgeflucht. Was immer Götz George auch machte, es war nie egal. Es hat immer bewegt. Und es wird immer bleiben, so sehr uns der Schauspieler und Mensch Götz George auch fehlt."

Gebhard Henke, Leiter des WDR-Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie: "Götz George und der WDR - das war über Jahrzehnte eine ungemein fruchtbare, erfolgreiche Zusammenarbeit, für die wir dankbar sind und die einige der schönsten Fernsehfilme hervorgebracht hat. Mit Götz George haben wir gestritten, gelacht, diskutiert, gefeiert und immer alles für das bestmögliche Ergebnis gegeben. Jetzt trauern wir um ihn und wissen genau, was wir alles schmerzlich vermissen werden."

Begonnen hatte Götz Georges Karriere in den 50er Jahren, zuerst auf der Theaterbühne, dann mit ersten Rollen in Kino- und Fernsehfilmen. Im Laufe seines Lebens wurde er mit unzähligen bedeutenden Film- und Fernsehpreisen ausgezeichnet, darunter Deutscher Fernsehpreis, Deutscher Schauspielerpreis, Bayerischer Filmpreis, Bayerischer Fernsehpreis und mehrere Grimme-Preise. Mit dem WDR war er jahrzehntelang eng verbunden. So spielte er seine Paraderolle - die des Kommissars Schimanski - von 1981 bis 1991 im WDR-"Tatort" und von 1997 an in der gleichnamigen Krimireihe des WDR. Gemeinsam schuf man darüber hinaus zahlreiche weitere Meilensteine des deutschen Films, so etwa die Komödie "Schtonk!", das Kammerspiel "Der Totmacher" und das unter anderem mit einem International Emmy Award ausgezeichnete Drama "Mein Vater".

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