WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR Fernsehen, Sonntag, 17. März 2002, 10.15 - 11.00 Uhr
Die Kunst des Verstehens - Der Philosoph Hans-Georg Gadamer

    Köln (ots) -          Ein Beitrag von Rüdiger Safranski und Konstanze Brill          Hans-Georg Gadamer zählte zu den großen Gestalten der europäischen Philosophie im 20. Jahrhundert. Er war Schüler Heideggers und Nicolai Hartmanns, lehrte seit 1950 in Heidelberg und begründete mit seinem Hauptwerk "Wahrheit und Methode" eine eigene Schule des Denkens. Er führte die Philosophie aus der akademischen Enge heraus und entwickelte sie zur Kunst des Verstehens und des Dialogs. Damit wandte er sich gegen das verlustreiche Erklären und Inbesitznehmen der Welt durch den ergebnisgierigen Menschen. In seiner Person und Biografie verband sich das Denken der Gegenwart mit dem Reichtum der geschichtlichen Überlieferung. Das Filmporträt folgt den Spuren seines Lebens und vermittelt die Grundgedanken seiner Philosophie. Hans-Georg Gadamer starb am 13. März 2002 im "biblischen" Alter von 102 Jahren. Bis zuletzt war er in der Lage, in freier Rede und lebendiger Sprache seine Gedanken zu entwickeln, immer auch am Verstehen seiner Zuhörer interessiert. So blieb ihm das Schicksal erspart, sich selbst zu überleben.          Die Sendung des WDR Fernsehens entstand für die Reihe "Philosophie heute", mit aktiver Beteiligung des Philosophen. Sie ist das auf lange Sicht gültige Porträt.          Redaktion: Ulrich Boehm

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