WDR Westdeutscher Rundfunk

Das Erste, Sonntag, 23. Dezember 2001 - 21.45 bis 22.45 Uhr / Wiedersehen mit dem Weihnachtsland - Fritz Pleitgen auf Spurensuche im Erzgebirge

    Köln (ots) - Wenn Fritz Pleitgen heute durchs Erzgebirge reist,
wird er begrüßt wie ein alter Bekannter. Viele Bewohner der Region
erinnern sich noch an ihn und die Jahre, in denen er als
ARD-Korrespondent (1977 bis 1982) über das Leben in der DDR
berichtete, mit viel Neugier und Sympathie für die Menschen. Vor 23
Jahren reiste er durch das "Weihnachtsland", zeigte das
traditionsreiche Kunsthandwerk, filmte Klöpplerinnen, Bergbaumuseen
und vorweihnachtliche Chöre.
    
    In diesem Jahr hat er sich wieder aufgemacht ins Weihnachtsland,
auf zu früheren Gesprächspartnern. "Für uns war es damals eine
Sensation, dass das Westfernsehen kam", erzählt heute eine der
Klöpplerinnen. "Wir trauten uns nicht, etwas zu sagen, so hatte man
uns vorher eingeschüchtert". Auch der Zither-Spieler Egon Schmid
erinnert sich: "Uns wurde von offizieller Seite verboten, mit dem
West-Reporter zu sprechen. Hinter jeder Tür stand jemand und
horchte".
    
    Noch immer sind tief verwurzelte Traditionen in der über
Jahrhunderte durch Bergbau und Kirche geprägten Region lebendig. So
die Christmette in der vierhundert Jahre alten Kirche in Neudorf und
die große Bergparade der sächsischen Bergmanns- und Knappenvereine in
Annaberg-Buchholz mit weit über 1.000 Teilnehmern.
    
    Zwar ist das Weihnachtsland Erzgebirge auch diesmal das zentrale
Thema des Autors Fritz Pleitgen, aber es ist nicht das einzige. Heute
kann er Fragen stellen, die damals absolut tabu für die Medien waren,
z.B. nach den verheerenden Auswirkungen des Uranbergbaus auf
Landschaft und Menschen. Auch die Landesgrenze gilt nicht mehr als
Niemandsland. So begleitet Pleitgen Beamte des Bundesgrenzschutzes
bei der Überwachung der deutsch-tschechischen Grenze, wo täglich
Flüchtlinge mit Hilfe von Schleuser-Banden versuchen, illegal nach
Deutschland zu kommen.
    
    Der Verlust alter und die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die
Ansiedlung neuer Technologien, wie z.B. die Solarenergie, sind auch
Teil der Reportage. Fritz Pleitgens Spurensuche ist eine Reise in die
Vergangenheit und in die Gegenwart des Erzgebirges.
    
    Wiederholung: WDR Fernsehen, Dienstag, 25. Dezember 2001,
    20.15 Uhr
    
    Kamera: Freddy Waldner,
    
    Kamerassistenz: Tom Wegner,
    
    Ton: Klaus Wahle,
    
    Schnitt: Cordula Krämer,
    
    Producerin: Carmen Eckhardt,
    
    Redaktion: Jürgen Thebrath/ Elke Hockerts-Werner,
    
    Fotos: www.ard-foto.de
    
ots Originaltext: WDR
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