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WDR 5: Beate Klarsfeld äußert grundlegende Kritik am NSU-Prozeß

Köln (ots) - Im Interview mit dem WDR 5-"Morgenecho" äußerte die als "Nazi-Jägerin" bekannte Beate Klarsfeld grundlegende Kritik am NSU-Prozess, "der schon so lange dauert, der mit so viel Geld und Aufwand geführt wird."

Die Angeklagte Beate Zschäpe könne sich als jemand darstellen, der den Prozess leite: "Ich meine, das kann nicht sein, der Prozess muss ein Prozess sein, wie grausam diese drei haben morden können." Stattdessen könne die Angeklagte sich gewissermaßen als Heldin darstellen. "Sie hat sich mit den Pflichtverteidigern verzankt, sie will nicht aussagen, sie wird krank." Klarsfeld weiter: "Es hat etwas Ungesundes an sich."

Beate Klarsfeld hatte am Montag gemeinsam mit ihrem Ehemann Serge in Paris das Bundesverdienstkreuz erhalten. Das Paar hatte jahrzehntelang ehemalige NS-Größen in aller Welt aufgespürt, darunter den SS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie. 1968 ohrfeigte Beate Klarsfeld den damaligen CDU-Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger wegen dessen NS-Vergangenheit. Heute engagiert sich Klarsfeld unter anderem gegen den "Front National" in Frankreich.

Das komplette Interview wird am Samstag, den 25. Juli, um 6:35 Uhr im "Morgenecho" auf WDR 5 ausgestrahlt.

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