WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR Fernsehen, Montag, 5. November 2001, 22.00 bis 22.30 Uhr

    Köln (ots) -
    
    POLIS
    Das Thema der Woche
    mit Marion von Haaren
    
    Vier Wochen Angriffe auf Afghanistan - ein Krieg ohne Sieger?
    
    Seit dem siebten Oktober fliegen amerikanische Bomber über
Afghanistan. Bereits am dritten Tag der Angriffe hieß es in
Washington die Lufthoheit sei erreicht. Inzwischen ist der Optimismus
gewichen. Denn mit der Erkenntnis, dass allein die Herrschaft über
den afghanischen Luftraum militärisch wenig bedeutet, wächst die
Skepsis. Die Kriegsführung wird in Zweifel gezogen. Vergleiche mit
Vietnam drängen sich auf. Das Kriegsziel, die Macht der Taliban, gar
das Netz von Osama bin Laden zu zerstören, ist in weite Ferne
gerückt. Konteradmiral John Stufflebeem im amerikanischen
Verteidigungsministerium stöhnt: "wie hartnäckig sich die Taliban an
der Macht halten", und Verteidigungsminister Rumsfeld zweifelt, ob es
überhaupt gelingen kann, Osama bin Laden zu fassen.
    
    Vier Wochen Krieg gegen Afghanistan. Polis zieht eine erste Bilanz
und fragt, ob dieser Krieg überhaupt gewonnen werden kann.
    
    Zu Gast bei Marion von Haaren sind Manfred Eisele, Ex-General und
früherer Koordinator der UN-Blauhelm-Missionen in New York und Erich
Schmidt Eenbohm, Spezialist für Militärpolitik und Geheimdienste und
Autor vieler Fachbücher.
    
    Weiter Informationen im Internet unter:
http://www.wdr.de/online/polis/
    
    Redaktion: Klaus Martens
    
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