WDR Westdeutscher Rundfunk

ARD-Vorsitzender Fritz Pleitgen betont kulturelle Leistungen des Hörfunks

    Düsseldorf (ots) - Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Fritz
Pleitgen hat heute auf einem Kultur-Symposion in Düsseldorf "eine
Offensive für das Kulturradio" angekündigt und zugleich auf die
kulturellen Leistungen des "unterschätzten" Hörfunks der ARD
verwiesen. "Jeder ARD-Sender hat eine eigene Kulturwelle", betonte
Pleitgen in seiner Eröffnungsrede vor hochrangigen Vertretern aus
Kultur und Medien im Düsseldorfer "Museum Kunst Palast". Der WDR habe
mit WDR 3 und WDR 5 sogar zwei Hörfunk-Wellen, in deren Sendungen
rund um die Uhr Kultur, Kulturpolitik und kulturelles Zeitgeschehen
eine dominante Rolle spielen. Durch seine vielfältigen
Musikproduktionen sei der WDR zudem größter Musikveranstalter in
Nordrhein-Westfalen. Der Sender wirke als Kulturproduzent weit in das
Land NRW hinein. "Ohne uns wäre die Musikkultur in NRW um einiges
ärmer", betonte der WDR-Intendant. Kulturelle Vielfalt dürfe nicht
zum "globalen Marktplatz der großen Entertainment-Wirtschaft"
reduziert werden. Kulturelle Vielfalt sei - im wahrsten Sinne des
Wortes - ein "Überlebensmittel" moderner individualisierter
Gesellschaften in einer fragmentierten Welt, sagte Pleitgen.
    
    Das Symposion "!Wert?Kultur! - Kulturelles Erbe und digitales
Jetzt" wird gemeinsam vom WDR und dem Deutschen Kulturrat
veranstaltet. Es beschäftigt sich mit dem Kulturwandel im Zeitalter
des Internet. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie
Vernetzung, Digitalisierung und Interaktivität die Wahrnehmung und
das Verständnis von Wirklichkeit im Alltag und in Bezug auf Kultur
bereits verändert haben.
    
    Teilnehmer der Diskussionsrunden sind hochrangige Vertreter aus
Kultur und Medien, darunter Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor
des Deutschen Bühnenvereins, Fred Breinersdorfer, Vorsitzender des
Verbandes deutscher Schriftsteller, Gabriele Fischer, Chefredakteurin
des Wirtschaftsmagazins ‚brand eins', Matthias Horx, Trend- und
Zukunftsforscher, Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung
Preußischer Kulturbesitz, Werner Lohmann, Präsident des
Landesmusikrates Nordrhein-Westfalen, Monika Maron, Schriftstellerin,
Jean-Hubert Martin, Generaldirektor der Stiftung museum kunst palast,
Andy Müller-Maguhn, Computerexperte und Europa-Direktor der Zentralen
Internet-Verwaltung ICAAN, Florian Rötzer, Medientheoretiker und
Kulturwissenschaftler, und Tom Stromberg, Direktor des Deutschen
Schauspielhauses Hamburg.
    
    Der WDR wird in Radio und Fernsehen über das Symposion
"!Wert?Kultur!" berichten. Das Kulturradio WDR 3 informiert am
Veranstaltungstag in Resonanzen, 17.05 Uhr, am darauffolgenden
Samstag, 27. Oktober in Mosaik, 8.05 Uhr, sowie in einer
dreistündigen Aufzeichnung am Samstag, 3. November, in
    
    WDR 3. pm, 15.05 bis 18.00 Uhr. WDR 5 greift das Thema am Freitag,
26. Oktober um 12.05 Uhr (Wiederholung 19.05 Uhr) in der Sendung
Scala auf. Der Informations- und Dokumentationskanal PHOENIX zeigt am
Freitag, 26. Oktober, 10.00 Uhr - 11.00 Uhr in PHOENIX vor Ort eine
einstündige Aufzeichnung des Symposions. WDR Fernsehen widmet sich
der Veranstaltung am Freitag, 2. November, 23.45 Uhr bis 0.30 Uhr in
"Kultur im digitalen Zeitalter. Ein Symposion".
    
ots Originaltext: WDR
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