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Freier Zugang zu öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogrammen: WDR-Intendant Tom Buhrow setzt sich in Brüssel für den Erhalt wichtiger Übertragungsfrequenzen ein

Köln (ots) -

WDR-Intendant Tom Buhrow hat sich in Brüssel für den Erhalt wichtiger
Übertragungsfrequenzen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk 
eingesetzt. Entsprechende Eckpunkte sind im aktuell publizierten 
Bericht von Pascal Lamy, vormaliger EU-Außenhandelskommissar und 
Generaldirektor der Welthandelsorganisation, hinterlegt. Das von der 
Europäischen Kommission beauftragte Papier skizziert die künftige 
EU-Frequenzpolitik im so genannten Ultrahochfrequenz-Bereich (UHF) 
und berücksichtigt dabei auch zentrale Anliegen der ARD. 

Tom Buhrow begrüßt die Ergebnisse: "Der Bericht erkennt an, welche 
wichtige Rolle das digital-terrestrische Fernsehen in der EU spielt. 
Dieser Verbreitungsweg garantiert allen Bürgerinnen und Bürgern den 
Zugang zu frei empfangbaren Rundfunkinhalten."

Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist das Thema insbesondere 
mit Blick auf das digital-terrestrische Fernsehen von großer 
Bedeutung. Konkret geht es für ARD und ZDF darum, inwieweit ihr 
geplanter Umstieg vom derzeitigen Standard DVB-T auf DVB-T2 mit den 
Plänen der Europäischen Kommission vereinbar ist. Denn ab 2017 wollen
ARD und ZDF auf das neue System DVB-T2 umsteigen, das unter anderem 
die Verbreitung ihrer Programme in HD-Qualität über terrestrischen 
Rundfunk ermöglicht. Nach dem Umstieg ist dann eine Freiräumung der 
entsprechenden Frequenzen (700-MHz) für den Mobilfunk vorgesehen. 
Gleichzeitig fordert der Bericht, die Frequenzen unterhalb des 
700-MHz-Bereichs in der EU auch langfristig für die 
digital-terrestrische Rundfunkübertragung zu reservieren. 

Tom Buhrow: "Der flexible Übergangszeitraum bis 2020, den Herr Lamy 
uns eingeräumt hat, würde es uns ermöglichen, bestimmte Frequenzen - 
konkret geht es um das 700-MHz-Band - für die kommenden Jahre zu 
sichern. Nur so können wir einen reibungslosen Umstieg auf die neue 
Technik DVB-T2 gewährleisten. Zudem bietet dieses Vorgehen auch eine 
Perspektive für die Mobilfunkbetreiber. Mir war wichtig, zwischen den
Rundfunkanbietern und den Mobilfunkbetreibern zu vermitteln. Ich 
denke, dass beide Seiten mit den aktuellen Vorschlägen gut leben 
können und wünsche mir, dass diese auch in der deutschen Politik 
Zuspruch finden." 

Tom Buhrow ist Mitglied der so genannten "EU High Level Group on the 
Future Use of the UHF Band (470-790 MHz)", die unter Vorsitz Pascal 
Lamys in der ersten Jahreshälfte mehrfach zur Ausrichtung der 
zukünftigen EU-Frequenzpolitik tagte. Die von EU-Kommissarin Neelie 
Kroes einberufene Gruppe besteht aus führenden Vertretern 
europäischer Rundfunkveranstalter, Netzbetreiber, 
Mobilfunkunternehmen und Technikverbände. Sie kamen am 13. Januar 
2014 zu ihrer ersten Sitzung zusammen. 

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Kristina Bausch
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