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WDR-Doku "Der große Bluff" zum Fall Beltracchi am Freitag im TV

Köln (ots) - Während im Kino mit "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" gerade noch einmal der Fall Beltracchi aufgerollt wird, zeigt das WDR Fernsehen an diesem Freitag, 13.3., um 23.15 Uhr die Dokumentation "Der große Bluff - Wie man mit Kunst kassiert". Der Film von Anke Rebbert blickt hinter die Kulissen des Kunstmarkts, entzaubert den Fälschungscoup des Jahrhunderts und kratzt - mithilfe dreier Kunstexperten - am Mythos des selbsternannten Meisterfälschers.

Eigentlich wollte er immer nur malen, Geld habe ihn nie interessiert. Das sagte Wolfgang Beltracchi bei seiner Verurteilung. Er hat mit seinen Fälschungen 16 Millionen Euro verdient und einen Schaden von 35 Millionen Euro angerichtet. Im Herbst 2011 wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt, im offenen Vollzug. Als Meisterfälscher, der dem gierigen Markt den Spiegel vorhält und immer nur die Kunst geliebt hat, so möchte Wolfgang Beltracchi gesehen werden.

"Der große Bluff" stellt die Frage, wie es geschehen konnte, dass die Kunstwelt über Jahrzehnte genarrt wurde, obwohl es schon frühzeitig Ungereimtheiten gab. Wurden aus Gier und Eitelkeit Sorgfaltspflichten verletzt? Wurde es Wolfgang Beltracchi tatsächlich so leicht gemacht wie er immer wieder behauptet? Wurden alle Augen zugedrückt, um ein gutes Geschäft nicht platzen zu lassen? Und: Wäre ein derartiger Coup auch heute wieder möglich?

Klar ist: Die Strukturen des internationalen Kunsthandels haben diesen Fall erst möglich gemacht. Und der Fall Beltracchi legt diese Mechanismen bloß. Experten, Galeristen und Auktionshäuser ziehen sich darauf zurück, dass der Fälscher Beltracchi so genial gewesen sei, dass keiner seine Fälschungen hätte enttarnen können. Dabei steht inzwischen fest, dass der Mann Fehler gemacht hat.

Die Kunstwelt sei ein eigener Planet mit eigenen Bewohnern und eigenen Gesetzen, auf dem die Gier nach marktfrischen Bildern eine zentrale Rolle spiele, sagt der Kunstjournalist Stefan Koldehoff. Er hat den Fall Beltracchi nach der Verurteilung nicht zu den Akten gelegt. Genau so wenig wie der Kriminalhauptkommissar René Allonge und der Kunsthistoriker Ralph Jentsch

Redaktion: Christiane Hinz und Christiane Mausbach

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