WDR Westdeutscher Rundfunk

Hier und Heute-Reportage
Geschichten aus einem Autowerk - von Ralph Durchleuchter
WDR Fernsehen, Montag, 5. März, bis Donnerstag, 8. März 2001
täglich von 18.05 bis 18.20 Uhr

    Köln (ots) -

    WDR Fernsehen, Montag, 5. März, bis Donnerstag, 8. März 2001     täglich von 18.05 bis 18.20 Uhr     (in Dortmund über Kabel und Kanal 53:17.30 bis 17.45 Uhr     In Köln über Kabel und Kanäle 49, 55: 17.30 bis 17.45)          Ein spezielles Angebot macht die "Hier und Heute-Reportage" den Fernsehzuschauern vom 5. bis 8. März 2001: An vier aufeinanderfolgenden Tagen werden "Geschichten aus einem Autowerk" erzählt , die das Innenleben eines Autowerks zeigen, wie der Zuschauer es sonst nicht erleben kann.          Reporter Ralph Durchleuchter und sein Kamerateam haben sich vierzehn Tage lang in der Autostadt Bochum umgeschaut, in der 13.000 Menschen beschäftigt sind. Da ist der achtarmige Superroboter, der 50 Arbeiter ersetzt und trotz mancher Macken Kosten spart; da sind die Hubschraubereinsätze, mit denen Material herangeschafft wird, wenn Lkw im Stau stecken bleiben; da ist der Autoschnüffler, der mit hervorragendem Riechorgan das nahezu geruchsfreie Auto entwickelt.          Ob es der 32jährige Meister ist, der eine künstlerische Ausbildung hat und als Bauchredner in seiner Freizeit Bühnenauftritte macht oder der "Opelaner", der in vier Jahrzehnten über 1.000 Verbesserungsvorschläge einreichte und deswegen heute um ein paar 100.000 DM reicher ist - sie alle machen das Autowerk aus.

    
    Die Geschichten im einzelnen:
    
    Teil 1
    Montag, 5. März 2001, 18.05 bis 18.20 Uhr
    10.000 Teile auf vier Rädern
    
    Hubschrauber "Delta - Hotel - Fox - Echo - Mike" landet auf dem
Betriebsparkplatz von Opel in Bochum. Die Kleinteile eines
Autozulieferers aus dem Sauerland werden von den Autobauern dringend
erwartet. Acht Stunden reichen die Lagervorräte, dann muss der
Nachschub da sein. Bei 10.000 Teilen, aus denen ein Pkw besteht,
braucht es eine ausgetüftelte Logistik, um immer "just in time"
beliefert zu werden. Dafür sorgen 15o Lkw pro Tag, die rund um die
Uhr für den Fahrzeugproduzenten unterwegs sind. Als die "Opel"-Werke
Bochum 1962 auf stillgelegtem Zechengelände entstanden, ging es noch
ganz anders zu. Damals fanden arbeitslose Bergleute neue Arbeit.
Daran erinnert sich in der Reportage der Stammtisch der Rentner.
    
    Teil 2
    Dienstag, 6. März 2001, 18.05 bis 18.20 Uhr
    Die 24 Stunden von Bochum
    
    Sechs Uhr in der Früh. Jeden Samstag verkaufen die
Opel-Mitarbeiter ihre günstig erstandenen Jahreswagen. Aus dem ganzen
Bundesgebiet kommen die Interessenten. Während draußen um Mark und
Pfennig gefeilscht wird, produzieren drinnen im
24-Stunden-Schichtbetrieb auf acht Kilometer langen Bandstraßen
Mensch und Roboter unaufhörlich Neuwagen. Und bei den
Qualitäts-Checks entdeckt ein Mitarbeiter "Orangenhaut" an einem
Auto. Da könnten dann die Ideen des "VV-Königs" von Opel-Bochum
gefragt sein: Der Mann hat in vier Jahrzehnten über 1.000
Verbesserungsvorschläge gemacht und dafür allein zweimal je 100.000
DM Prämie bekommen - "abzüglich Steuern", wie er mit etwas Groll
betont.
    
    Teil 3
    Mittwoch, 7. März 2001, 18.05. bis 18.20 Uhr
    Acht Arme und eine Supernase
    
    Ein besonders sensibles Riechorgan hat der "Autoschnüffler", der
in der Entwicklungsabteilung von Opel in Rüsselsheim jede Menge
Geruchsstoffe einatmet. Sein Bestreben ist es, ein möglichst
geruchsneutrales Auto herzustellen. Was in der Zentrale des
Autoproduzenten entwickelt wird, bauen die Arbeiter und Roboter in
Bochum in die Neuwagen ein. Wo früher noch über 20.000 Arbeitsplätze
gebraucht wurden, sind heute 13.000 Menschen beschäftigt.
Superroboter mit acht Armen oder nahezu vollautomatisierte
Arbeitsvorgänge wie in der Lackiererei gehören zur Realität des
Autowerks. Doch Hightechgeräte haben ihre Macken. Und so geht ohne
Menschen nichts. Zum Beispiel den 32-jährigen Meister, der eine
Musicalausbildung absolviert hat und seinen Künstlerberuf nur noch
nebenbei ausübt.
    
    Teil 4
    Donnerstag, 8. März 2001, 18.05 bis 18.20 Uhr
    Rasende Tester und flotte Oldies
    
    Mit 240 Stundenkilometer jagen die Testfahrer Erlkönige und
Neuwagen aus laufender Produktion über die Opel-Teststrecke
Dudenhofen im Landkreis Offenbach. Im Dauertest wird ein "Zafira" aus
Bochum über die Marterstrecke geschickt. Das gab es noch nicht, als
die Auto-Oldies up to date waren, die ein Mitarbeiter in dem
Ruhrgebiets-Werk des Fahrzeugproduzenten für das hauseigene Museum
restauriert. Und da es Opel heute bei den Kunden wegen teilweise
langweiliger Modellpalette schwer hat, erinnern sich die "Opelaner"
mit Wehmut an die alten Zeiten, als die Tochter des US-Konzerns
"General Motors" noch aufsehenerregende Fahrzeuge anbot. Der
hemdsärmelige Chef der Bochumer Werke aber glaubt an die Zukunft. Der
gebürtige Belgier führt neue Produktionsmethoden ein, mit denen
Qualitätssteigerungen erreicht werden sollen.
    
    Redaktion:        Gerd Skrobicki
    
ots Originaltext: WDR
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