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MONITOR: Uri Avnery kritisiert deutsche und europäische Nahost-Politik

Köln (ots) - Der israelische Publizist und Träger des Aachener Friedenspreises kritisierte in der MONITOR-Sendung am Donnerstag Abend die deutsche und europäische Nahost-Politik. Europa und Deutschland müssten dazu beitragen, den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis zu beenden. "Amerika hat leider jede Glaubwürdigkeit hier verloren. Alle Palästinenser glauben Amerika funktioniert hier als eine Art Agent von Israel. Wir brauchen ein Gegengewicht um eine ausgewogene Vermittlung zu schaffen. Da Europa auf palästinensischer Seite sehr viel Glaubwürdigkeit hat. Und auch Deutschland sollte meiner Ansicht nach aufhören, auf diesem Gebiet ein Dienstmädchen von Amerika zu sein und sollte eine eigene mutige Politik betreiben." Deutschland sei ein sehr wichtiger Teil Europas tue aber leider nichts um den Frieden in Nahost voranzubringen. Deutschland und Europa müssten nun endlich ihre Stimme erheben um den Frieden "einen wirklichen Frieden, der kein Diktat der einen Seite ist sondern ein wirklicher Frieden den Israelis und Palästinenser annehmen können." durchzusetzen. Auch an der israelischen Regierung übte Avnery heftige Kritik. "Israel, unsere Regierung, muss sich bereit erklären, zu den Prinzipien, die gerade von Barak abgelehnt worden sind. Ein Palästinerstaat muss in Israel entstehen in den Grenzen die vor 1967 vor der Besatzung waren, die sogenannte grüne Linie. Und Ostjerusalem mit den islamischen Heiligtümern muss Hauptstadt Palästinas werden. Es gibt keine andere Lösung. Kein palästinensischer Führer könnte es wagen, sich mit weniger zufrieden zu geben. ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: Redaktion MONITOR unter 0221/220-3125 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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