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"Weißer Ring": Entschädigung von Gewaltopfern und Nothelfern "blamabel"

Köln (ots) - Nur etwa fünf Prozent aller Opfer von Gewalttaten in Nordrhein-Westfalen erhalten finanzielle Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz. Der Umgang mit Gewaltopfern sei "sehr blamabel", erklärte Helmut Rüster, Sprecher des "Weißen Rings", dem WDR-Magazin "Westpol". Ein "schwarzes Kapitel" sei der Umgang mit Menschen, die anderen in Not helfen. Wer Zivilcourage zeige und dabei Ziel einer Attacke werde, müsse sich ebenso beschwerlich wie jedes andere Gewaltopfer seinen Weg durch die Bürokratie bahnen. Aktive Aufklärung leisteten die Behörden dabei kaum, sagte Rüster, dessen Verein Kriminalitätsopfer bundesweit unterstützt. 1999 wurden nach Angaben Rüsters über 42 000 Gewalttaten in Nordrhein-Westfalen verzeichnet. Nur zwölf Prozent beantragten Geld nach dem Opferentschädigungsgesetz. Die gesetzliche Verpflichtung der Opfer, selbst beweisen zu müssen, dass sie Opfer einer Straftat geworden sind, hielten viele Geschädigte von einem Antrag ab. Mit Quellenangabe "WDR-Magazin Westpol" (Sonntag, 08.10.2000, 19.30 Uhr). ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: 02 11-89 00-1 31/-1 39 Red. Landespolitik Fernsehen Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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