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Sicherheitsexperte: Stadt Duisburg hätte Loveparade nicht genehmigen dürfen

Düsseldorf (ots) - In der heutigen Ausgabe der Lokalzeit aus Duisburg um 19.30 Uhr im WDR Fernsehen kritisiert Dirk Oberhagemann die Genehmigungspraxis der Stadt Duisburg für die Loveparade. Nach Meinung des Mitarbeiters der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes habe die Stadt bereits im Vorfeld der Veranstaltung ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Sie hätte eine Genehmigung für die Loveparade unter diesen Voraussetzungen nicht erteilen dürfen, sagt Oberhagemann. Die Stadt hätte bei einer genauen Überprüfung feststellen müssen, dass das Sicherheits- und Veranstaltungskonzept des Veranstalters Lopavent nicht realisierbar sei.

Er kritisiert dabei drei Punkte: den Tunnel als gleichzeitigen Ein- und Ausgang, die Auslastung des Geländes und die Steuerung der Besucher. Dabei weist er unter anderem darauf hin, dass bei der erwarteten Besucherzahl der Tunnel als Zu- und Abgang viel zu klein und eng war. Das hätte man im Vorfeld errechnen können. Dirk Oberhagemann arbeitet zurzeit an einem Forschungsprojekt zum Thema "Risiko Großveranstaltungen" für das Bundesforschungsministerium.

Vor knapp drei Wochen waren bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen gestorben und mehr als 500 verletzt worden.

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Sonja Steinborn, WDR-Pressestelle, Funkhaus Düsseldorf
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