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MONITOR: Neues Bundeswehr-Transportflugzeug wesentlich teurer

Köln (ots) - Der Kauf des neuen Bundeswehr-Transportflugzeugs wird den Steuerzahler etwa 3,3 Milliarden Mark mehr kosten als die Beschaffung der ursprünglich vom Bundesverteidigungsministerium geplanten Alternative. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR heute Abend (21.00 Uhr, im Ersten). MONITOR liegen vertrauliche Dokumente des Rüstungskonzerns DASA vor, nach denen die jetzt beschlossene Beschaffung von 73 Flugzeugen vom Typ Airbus A400M 3,3 Milliarden Mark teurer wird als es der Kauf des Konkurrenzmodells vom Typ Antonov AN-70 wäre. Verteidigungsminister Rudolf Scharping hatte sich im Juni diesen Jahres für die Airbus A400M entschieden. Scharping ignorierte dabei die Empfehlung des damaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr Hans-Peter von Kirchbach, der sich für den Kauf der russisch-ukrainische Antonov AN-70 ausgesprochen hatte. Dieses Flugzeug, so die geheime Bewertung des Generalinspekteurs, die MONITOR vorliegt, sei "unter Berücksichtigung aller wesentlichen Kriterien die bessere Alternative." Der Airbus wird unter anderem vom europäischen Luftfahrtkonzern EADS entwickelt und gebaut werden, an dem auch der deutsche Rüstungskonzern DASA beteiligt ist. Scharf kritisiert wird Verteidigungsminister Scharping in der Sendung von der GRÜNEN Bundestagsabgeordnete Angelika Beer, Mitglied im Verteidigungsausschuss. Für Beer ist "die Entscheidung für das teurere Flugzeug nicht nachvollziehbar." Die Entscheidung, so Beer, sei am Parlament vorbei getroffen worden. "Diese Arroganz", so Beer in MONITOR, "kenne ich bislang nur von der Vorgängerregierung." ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: Annette Metzinger, WDR-Pressestelle Tel. 0221/220-2770 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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