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WDR-Fernsehfilmredaktion mit dem FILMKULTURPREIS MANNHEIM-HEIDELBERG ausgezeichnet

Köln/Mannheim (ots) - Mit dem erstmals in diesem Jahr vergebenen Filmkulturpreis Mannheim- Heidelberg wurde die Fernsehfilmredaktion des Westdeutschen Rundfunks Köln beim 57. Internationalen Filmfestival Mannheim- Heidelberg ausgezeichnet.

Die Jury hob die "großartige Erfolgsgeschichte der Redaktion Film und Serie des WDR" hervor. "Ohne diese Redaktion wäre es lange nicht gelungen, in den 50er Jahren das klassisch am Theater orientierte Fernsehspiel aus diesen Fesseln zu befreien und zu öffnen auch für das, was dann in den 70er Jahren der "Neue deutsche Film" genannt wurde: von Erika Runge bis zu Fassbinder, Wim Wenders, Peter Lilienthal, Edgar Reitz und vielen vielen andern. Ohne diese WDR Redaktion wären manche dieser Filme nie entstanden. Und das ging weiter wie eine wunderbare Serie guter Taten, "Alles auf Zucker", "Knallhart", "Good Bye Lenin" und v.a.m."

Die Auszeichnung wurde von Prof. Gebhard Henke entgegen genommen, der seit 1987 als Redakteur und Dramaturg in der WDR-Fernsehfilm Redaktion ist und seit 1998 deren Leiter ist. Seit 2003 leitet er außerdem den Programmbereich Fernsehfilm, Unterhaltung und Familie. Neben Prof. Henke sind neun Dramaturgen/Redakteure, eine Disponentin und sieben Sekretärinnen im Programmbereich WDR Film und Serie tätig. In den frühen Jahren wurde das WDR-Fernsehspiel maßgeblich geprägt von den damaligen Leitern Prof. Günter Rohrbach und Gunther Witte. Die rund 50 Jährige Tradition der Redaktion umfasst große Kino- Koproduktionen. (u.a. "Der Totmacher", "Lola rennt...",, "Schtonk", "Der Freie Wille"). Intensiv beschäftigt sich die Redaktion mit dem Aufbau junger Filmtalente. Die vielfältigen Nachwuchsprojekte (Avanti Debütanti", Six-Pack") bilden dafür die Plattform. Der Schwerpunkt liegt bei der TV-Fiktion. Einzelfilme (z.B. die Breloer- Werke - u.a. "Todesspiel", das mit dem Emmy ausgezeichnete Alzheimer- Drama "Mein Vater", "Guten Morgen Herr Grothe!", WUT"), der Polizeikrimi (TATORT" Köln und Münster), die Reihe "Schimanski", oder die Serie (Lindenstraße", Anrheiner"). Dazu kommen von aufwändige Mehrteiler (Jahrestage", Contergan", "Die Manns - Ein Jahrhundertroman", "Buddenbrooks"). Die Redaktion engagiert sich außerdem bei Debütfilme und internationale Koproduktionen. Der Ursprung bei einzelnen Genres ist häufig Jahrzehnte alt. So stammt die Idee zur dezentralen Tatort"- Reihe von Anfang der 70er Jahre von dem früheren WDR-Fernsehspiel- Chef Gunther Witte. Er gilt als der Erfinder des TATORTs. Weitere Fernseh-Standards setzte Hans W. Geissendörfers deutsche Adaption der englischen Serie "Coronation Street". Unsere "Lindenstraße" stammt aus den 80er Jahren und läuft seit nun bald 25 Jahren.

Über die Geschichte des WDR-Fernsehfilms finden Sie Informationen unter www.wdr.de/tv/Fernsehfilm

Die Direktion des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg unter Leitung von Edgar Reitz vergibt den Preis an Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen, die sich über Jahre hinweg kontinuierlich um die Filmkultur in Deutschland verdient gemacht haben. Unter Filmkultur versteht die Direktion einen Umgang mit dem Medium Film im Kino und Fernsehen, der sowohl den künstlerischen Reichtum einer intelligenten Kinematografie zum Ausdruck bringt, wie von einer Haltung bestimmt ist, die den Zuschauer nicht nur primär als Konsumenten sieht, sondern als Kommunikationspartner ernst nimmt.

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Barbara Feiereis, WDR-Pressestelle, Tel. 0221- 220.2705,
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