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+ + + WDR-Pressemitteilung + + + Rundfunkrat befasst sich mit Auslandsberichterstattung von WDR und ARD Werkstattgespräch des Programmausschusses zur Arbeit der Korrespondenten

    Köln (ots) - Der Rundfunkrat hat die Leistungen des Westdeutschen Rundfunks in der Auslandsberichterstattung gewürdigt. Das Gremium befasste sich unter Vorsitz von Reinhard Grätz mit einem ausführlichen Bericht, den die Vorsitzende des Programmausschusses Karin Junker nach einem Werkstattgespräch zu diesem Thema vorstellte. Für die Korrespondentinnen und Korrespondenten sei die Arbeit im Ausland oft mit hohen persönlichen Risiken verbunden. Als richtige Entscheidung schätzte der Rundfunkrat in diesem Zusammenhang die Tatsache ein, dass ARD und WDR Berichterstatter entsenden, die jeweils die Region als Ganzes im Auge haben.

    Auslandsberichterstattung sowie die journalistische Darstellung der klassischen Außenpolitik seien Alleinstellungsmerkmale des öffentlich-rechtlichen Systems und damit wesentliche Faktoren der medialen Grundversorgung, so das Gremium. Dass das Publikum diese Angebote honoriere, zeige zum Beispiel die gute Akzeptanz der Sendung "Weltspiegel" im Ersten. An dem ältesten ARD-Auslandsmagazins ist der WDR beteiligt. Trotz des gewachsenen Konkurrenzdrucks erreiche die renommierte Sendung bis zu drei Millionen Zuschauer und einen Marktanteil um die zehn Prozent.

    Bei näherer Betrachtung, so das Gremium, gebe es jedoch auch einige Welt-Regionen, die von der Auslandsberichterstattung noch nicht so stark berücksichtigt würden. Darunter seien nicht nur Entwicklungsländer und entlegene Regionen, sondern auch größere "westliche" Länder. Kanada, Australien und Neuseeland etwa stünden eher selten im Fokus der Auslandssendungen. Grundsätzlich äußerte der Programmausschuss des WDR Rundfunkrats den Wunsch nach mehr Hintergrundreportagen und Berichten, die sich mit dem "normalen Leben von Land und Leuten" auseinandersetzten. In diesem Zusammenhang wurde das Format "Weltweit" im WDR Fernsehen positiv hervorgehoben. Dieses Magazin könne in seinen Berichten aber noch stärker auf Hintergrundinformation setzen, so das Gremium.

    Analog zur Regelung im WDR Hörfunk sollten dort, wo wichtige politische und gesellschaftliche Entwicklungen stattfänden, auch Fernseh-Reisekorrespondenten eingesetzt werden. Das Gremium sprach sich zudem für einen festen Korrespondentenplatz in Westafrika aus, da dieser Teil des Kontinents vor wichtigen politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen stünde.

    Des weiteren sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Programmplanung noch stärker themen- und eventorientiert auszurichten. Bei besonderen oder aktuellen Ereignissen könnte die aktuelle Berichterstattung intensiver mit Hintergrundberichten, Dokumentationen, Porträts oder Stimmungsbildern verknüpft werden, um das jeweilige Thema umfassender zu präsentieren. Gelungene Beispiele dafür seien die Sendungsangebote zu den Vorwahlen in den USA sowie "Die lange Russlandnacht" im WDR Fernsehen. Als "verpasste Chancen" wurden hingegen die oft sehr späten Sendezeiten  von Auslandsdokumentationen - die häufig zu Recht hoch gelobt würden - gewertet.

    Als zusätzliche aktuelle Anregung sieht das Gremium das "Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs 2008". Hier böte sich die Gelegenheit, weltweit einen Blick hinter die Kulissen von Politik, Gesellschaft, Geschichte und Kultur zu werfen und dabei die Menschen und ihre Lebensbedingungen in den Mittelpunkt zu stellen. Der Programmausschuss des WDR-Rundfunkrates plädierte zudem dafür, im Rahmen des Deutschen Fernsehpreises eine Auszeichnung für die Kategorie "Beste Auslandsberichterstattung" einzuführen.

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