Leipzig/Burg, Sachsen-Anhalt (ots) - Die katastrophalen Bilder der
letzten Tage haben bundesweit viele Menschen zu großer
Hilfsbereitschaft veranlasst. Während der eindrucksvollen Benefizgala
von ARD und BILD "Die Hoffnung stirbt zuletzt" zugunsten der
Hochwasseropfer, die im Ersten sowie im MDR FERNSEHEN live aus dem
sachsen-anhaltinischen Burg gesendet wurde, kamen bereits während der
Sendung und kurz danach 10 Millionen Euro zusammen. Das ist die
größte Spendensumme, die bisher je durch eine Benefizgala im
deutschen Fernsehen gesammelt wurde.
Geld, das die vielen tausend Hochwasseropfer, die oftmals vor den
Trümmern ihrer Häuser stehen, bitter nötig haben. Und das ihnen
Hoffnung macht. "Denn nur wer Hoffnung hat, ist stark", so
Moderatorin Uta Bresan, die gemeinsam mit Axel Bulthaupt durch den
Abend führte.
Hochkarätige Gäste wie Bundeskanzler Gerhard Schröder, die
Ministerpräsidenten der von der Hochwasserflut betroffenen oder
bedrohten Bundesländer: Wolfgang Böhmer (Sachsen-Anhalt), Edmund
Stoiber (Bayern), Harald Ringstorff (Mecklenburg-Vorpommern) und
Bundesinnenminister Otto Schily kamen direkt nach Burg und
unterstützten die Veranstaltung. Bewegt verfolgten sie mit dem
Publikum im Saal und Millionen Zuschauern die eingespielten Bilder
der Katastrophe und jene Geschichten, die vom Schicksal der
Betroffenen und dem Heldenmut von selbstlosen Helfern erzählten. So
von Ordensschwester Renata, die im bayerischen Passau die Mädchen und
Jungen eines von den Fluten eingeschlossenen Kinderheims mit dem
Lebensnotwendigen versorgte. Oder von dem 21-jährigen Sanitäter
Andreas Stille aus Döbeln, der unter Einsatz seines eigenen Lebens
einen 50-Jährigen vor dem Tod durch Ertrinken rettete. Unter Tränen
erzählte Andrea Jöpel aus dem kleinen Ort Weesenstein in Sachsen, wie
ihr Haus von der Flut zerstört wurde und sie sich mit Mann Kindern
auf die letzte Mauer rettete. Sie war der Einladung zur Benefizgala
nach Burg auch gefolgt, um allen zu danken, die ihre Familie in den
schweren Stunden nach der Katastrophe unterstützt haben.
Menschen in Not wie der Familie Jöpel kann nun mit dem Erlös der
Benefiz-Gala geholfen werden.
Neben zahlreichen Spenden von Bürgern, die ganz persönlich
Solidarität mit den Hochwasser-Opfern zeigen wollten, trugen große
Einzelspenden von Unternehmen und Prominenten zum überwältigenden
Ergebnis des Abends bei: Eine Million Euro spendete die BMW-Group
Deutschland, die gleiche Summe sagten Formel-1-Star Michael
Schumacher und eine Gruppe von Hoteliers zu. Auch die Ankündigung der
Opel AG, dass alle Mitarbeiter des Unternehmens den Lohn einer
Arbeitsstunde für die Katastrophen-Opfer spenden wollen, entspricht
einem Wert von ca. 1 Million Euro. Außerdem will Opel allen
Betroffenen, die in der Flut ihr Auto verloren haben, für drei Wochen
kostenlos ein Fahrzeug zur Verfügung stellen. Einen Scheck in Höhe
von 250 000 Euro überreichte die stellvertretende Chefredakteurin
Marion Horn von der BILD-Zeitung. Der Chefredakteur des "Stern",
Thomas Osterkorn, teilte in der Sendung mit, dass von jedem ab Montag
verkauften Heft des aktuellen "Stern" ein Euro den Hochwasseropfern
zugute kommen wird.
Für den Erfolg der emotionsgeladenen Gala sorgten auch die
spontanen Zusagen vieler Künstler, unter anderem Chris Rea, Johannes
Kalpers, Udo Lindenberg, die Kelly Family, Bell Book & Candle,
Rosenstolz und Right Said Fred.
Unter der Rufnummer 01802 - 15 15 15 können auch weiterhin Spenden
für die Opfer der Hochwasserkatastrophe zugesagt werden. Das Geld
wird dann vom Konto des Anrufers abgebucht. Ein Telefonanruf aus dem
Festnetz kostet 6 Cent. Die Spenden gelangen auf die Hilfskonten des
Deutschen Roten Kreuzes, der Caritas und des Diakonischen Werkes und
kommen direkt den Betroffenen zugute.
Auch online kann weiterhin gespendet werden. Unter www.ard.de ist
ein Spendenformular eingerichtet.
ots Originaltext: MDR
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Bei Rückfragen: Eric Markuse, MDR-Unternehmenssprecher, Telefon:
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